Am Slowup letzten Sonntag stand die Zeit zwar nicht still, aber es lief alles ein wenig gemächlicher als sonst. Ohne Stau und ohne Stress ließen sich die 32 Kilometer im wahrsten Sinn erfahren. Viel zu entdecken gab es natürlich auch, vor allem Werbung. Wer nicht grad mit aufblasbaren Tunnels, beschrifteten Anhängern oder überdimensionalen Tafeln auf sich aufmerksam machte, probierte es mit handgemachten Schildern, wie zum Beispiel der Automobilclub Hotzenwald.

Der tat sich als besonders fleißiger Bewerber seines Fischessens am Stehlesee am nächsten Wochenende hervor. Der AC ließ es nämlich nicht dabei bewenden, nur auf badischer Seite Werbeschilder aufzustellen, sondern auch auf Schweizer Seite. Besonders einprägsam war die beidseitige Schilderreihe zwischen Eiken und kurz vor Kaisten, die zwar klein, aber oho war. Getoppt wurde sie nur von dem großen, bunten Schild beim Kaistner Schulhaus. Spätestens dort musste jeder "Slowuper" und jede "Slowuperin" einsehen, dass es keinen Sinn macht, wegzusehen – vom 30. Juni bis 2. Juli ist Fischessen in Herrischried, basta.

Werbung fürs Fischessen in Herrischried am Slowup.
Werbung fürs Fischessen in Herrischried am Slowup. | Bild: Peter Schütz

Eidgenossen sind dort offensichtlich gern gesehen. Ist ja auch keine Sache, nach Herrischried zu fahren. Mit dem Rad dauert es ab der Grenze ungefähr eine Stunde, und nach dem Essen geht’s satt bergab zurück in die helvetische Heimat. Zu essen gibt’s, wie das an Fischessen so üblich ist, Fisch – namentlich Felchen und Forellen. Von Piranhas in grünen Trikots und roten Socken möge man aber absehen. Es könnte sich um mexikanische Fußballspieler handeln.saeckingen.redaktion@suedkurier.de