Eine groß angelegte Suchaktion rund um Herrischried hat die Polizei, andere Hilfsorganisationen und zahlreiche Freiwillige beschäftigt – und letztlich ein glückliches Ende gefunden. Seit Montagabend war eine 17-Jährige aus Herrischried vermisst worden. Erst am späten Dienstagnachmittag wurde die Schülerin unverletzt wieder aufgefunden. Sie wurde aber medizinisch betreut. Laut Polizei könnten wohl schulische Probleme der Grund für das Verschwinden des Mädchens sein.

Nach dem Abendessen hatte die 17-Jährige das Haus verlassen und war nicht mehr zurückgekehrt, wie die Polizei mitteilte. Da die Befürchtung bestand, dass sich die Jugendliche in einer hilflosen Lage befinden könnte, hatte die Polizei umgehend nächtliche Suchmaßnahmen in die Wege geleitet. Unter anderem waren ein Polizeihubschrauber und ein Maintrailer der Rettungshundestaffel im Einsatz. Die Suchaktion wurde im Lauf des Dienstags fortgesetzt und ausgeweitet.

Den ganzen Dienstag liefen Suchmaßnahmen rund um Herrischried. Im Einsatz befanden sich die Feuerwehr, die Bergwacht, das Rote Kreuz und die Polizei mit starken Kräften. Mit dabei waren laut Polizei die Feuerwehren aus Herrischried und Todtmoos, die tatkräftig von Kameraden aus dem ganzen Landkreis unterstützt wurden. Das Rote Kreuz mit der Rettungshundestaffel und dem Ortsverband, die Bergwacht und die Polizei mit drei Einsatzgruppen und Hundeführern trugen ihren Teil zu den Suchmaßnahmen bei. Auch zahlreiche freiwillige Helfer, die auf unterschiedlichsten Kanälen auf die Suche aufmerksam geworden waren, beteiligten sich an der Suchaktion. Insgesamt suchten etwa 140 Personen nach der 17-Jährigen. Polizeisprecher Mathias Albicker sprach von einer enormen Hilfbereitschaft. Letztlich hätten Freiwillige das Mädchen auch gefunden.

Die Polizei hatte am Dienstagmittag eine Öffentlichkeitsfahndung herausgegeben. Familie und Freunde hatten noch am späten Montagabend via Facebook und anderen sozialen Netzwerken Suchaufrufe gestartet, die sich tausendfach im ganzen Land verbreiteten.

Die Suchbemühungen hatten sich allerdings relativ schnell auf die engere Umgebung des Wohnortes der Vermissten konzentriert, zumal etliche Zeugenaussagen darauf hindeuteten, wie Albicker im Gespräch mit unserer Zeitung schilderte.