Es war eine traurige Weihnacht vor 270 Jahren auf dem Meierhof in Niedergebisbach. Zwei Tage vor Heiligabend befand sich am 22. Dezember 1749 der Knecht Stephan Gottstein zu Fuß auf dem Rückweg von Laufenburg. Er hatte den Totenbühl schon hinter sich gebracht, als er kurz vor Niedergebisbach in Nebel und Schneetreiben die Orientierung verlor. Ermattet und ermüdet sank der Vater von zehn Kindern im hohen Schnee nieder und erfror – nur 150 Meter von der rettenden Tür zur eigenen Wohnung entfernt. An der Stelle, an der Stephan Gottstein starb, wurde zur Erinnerung ein steinernes Kreuz errichtet. Es wurde „Steffeskrüz“ genannt.

Eine auf dem Kreuz angebrachte Bronzetafel erinnert an das tragische Geschehen.
Eine auf dem Kreuz angebrachte Bronzetafel erinnert an das tragische Geschehen. | Bild: Fridolin Spitz

Der Niedergebisbacher Ortsvorsteher Max Mutter ließ es 1993 erneuern und mit einer bronzenen Tafel versehen, die den Namen des tödlich Verunglückten trägt. Am Pfingstsonntag 1995 weihte Pfarrer Alfons Amann das Wegkreuz. Zum 270. Jahrtag des Unglücks hat uns unser Leser Fridolin Spitz Bilder vom Steffeskrüz zur Veröffentlichung zugeschickt.