Noch ist sich Stefan Eckert nicht sicher, ob für ihn das Amt als neu gewählter Herrischrieder Gemeinderat eine Würde oder doch eher eine Bürde ist. Sicher ist er sich dahingehend, dass er sich in seinem Amt dafür einsetzen möchte, das Bestmögliche für seine Heimatgemeinde zu erreichen. Stefan Eckert kandidierte unter der Ägide der Freien Wähler. Auf ihn entfielen 379 Stimmen.

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Für den 34-jährigen Stefan Eckert ist es die erste Kandidatur als Gemeinderat. Allerdings folgt er mit der Entscheidung, aktiv für die Gemeinde da zu sein, einer langen Familientradition. Denn er wird in der vierten Familiengeneration am Ratstisch Platz nehmen, wo vor ihm nahezu 40 Jahre lang bis jetzt sein Vater, Helmut Eckert, und davor zwei weitere Vertreter aus der Familie die Geschicke der Gemeinde mit geleitet haben. Er ist gespannt darauf, wie es in den kommenden Jahren im Gemeinderat läuft.

Wunsch und Realität oft verschieden

„Die Wünsche sind groß und die Mittel bescheiden“, so beschreibt er die momentane Situation in Herrischried. In dieser Situation ginge es darum, das Bestmögliche für die Gemeinde mit den vorhandenen Mitteln zu erreichen.

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Die Sanierung der Straßen in der Gemeinde, die in einem nicht sehr guten Zustand seien, sei ein großer Wunsch der Bevölkerung, erläuterte Stefan Eckert. Als Vorrangig sieht der neue Gemeinderat jedoch die Projekte Schulhausneubau und Breitbandversorgung, die bereits schon auf den Weg gebracht wurden. Es gelte, in der kommenden Zeit fachliche und sachliche gute Entscheidungen zu treffen, betont er. Ein offenes Ohr möchte er sich für Anfragen aus der Bevölkerung bewahren.

Mehr Engagement gefragt

Er betont aber auch, dass alle aus der Gemeinde an einem gemeinsamen Strang ziehen sollten. Zudem vermisse er oftmals Eigeninitiative: „Niemand möchte etwas machen, aber alle wollen etwas geboten bekommen“, bemängelt er.

Im Hinblick auf die Freizeitgestaltung biete Herrischried für alle einiges, erläutert Stefan Eckert. Indes sollte man die Sachen die am Ort vorhanden sind, wie Eishalle, Hallenbad, Skilifte, Spielplatz oder die Minigolf-Anlage, um nur einige zu nennen, auch als Einheimischer nutzen. Schließlich habe man in Herrischried das Privileg, da zu wohnen wo andere Urlaub machen.