„Communitas“ ist der Titel eines umfassenden Projekts, das am 16. November zwischen 10 und 18 Uhr in Form einer Messe nach Art eines „Marktes der Möglichkeiten“ in der Rotmooshalle in Herrischried vorgestellt werden soll. Als Plattform für die Öffentlichkeit soll „Communitas“ das Ehrenamt in der gesamten Seelsorgeeinheit widerspiegeln. Es soll aber auch die offiziellen Termine und die dahinter stehenden Personen, die Teams und Angebote transparent machen, die bereits bestehen.

Das Communitas-Logo.
Das Communitas-Logo. | Bild: St. Wendelinus

Ein offener Austausch zwischen Kirchengemeinde und Gesamtgemeinden soll demonstrieren, dass Kirche nicht gleich Kirche ist. Er soll aufzeigen, was genau Kirche auf dem Hotzenwald macht. Ziel ist es, alle Schichten der Bevölkerung zu erreichen. Auch die Neuen Medien sollen eingebunden werden, um die Angebote innerhalb der drei Gemeinden untereinander zu kommunizieren, einen Mehrwert für die gesamte Bevölkerung zu erzielen.

Die Idee

In der Pfarrgemeinderatsklausur im vergangenen Jahr wurde die Idee zu dieser Messe geboren. Das Helfer­essen, das Anfang des Jahres stattfand, habe dann, so Günter Kaiser, eines der Mitglieder der Projektgruppe, die die Messe vorbereitet, verstärkt deutlich gemacht, wie viele Gruppen existieren, die nicht unbedingt voneinander wissen. So soll die Messe auch den eigenen Blick weiten. Dazu wird innerhalb der Veranstaltung, ähnlich wie bei der Hauptversammlung eines Vereins, auch eine Gemeindeversammlung stattfinden, die aber nur eine kleine Facette des Gesamten sein soll.

Daneben sollen Seminare, Projektvorstellungen, aber auch musikalische Darbietungen stehen, sozusagen ein kleines Abbild dessen, was im Laufe des Jahres alles an Angeboten besteht. Der Nachweis des sinnvollen Einsatzes von Geldern wird anhand der transparenten Dokumentation der finanziellen Situation verdeutlicht werden. Eine Podiumsdiskussion soll Themen erläutern oder auch Ideen in die Runde werfen. Daneben soll der bereits existierende Fragebogen mit leichten Veränderungen eine Wiederauflage erfahren.

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Die Gemeindeteams haben eine Art Portfolio entwickelt, in dem alles vorgestellt wird, was in den Orten und Ortsteilen bereits existiert, beispielsweise Wortgottesdienste, Familien- und Kindergottesdienste, deren Akzeptanz bereits deutlich gestiegen ist. Das bedeute keineswegs die Förderung von „Kirche light“, beteuerte Pfarrer Stahlberger, sondern im Gegenteil qualitativ hochwertige, zeitgenössische Kirche mit offenen Türen.

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Dies alles dient dazu, neue Formen der Seelsorge zu entwickeln und Möglichkeiten auszuloten, wie die Botschaft Jesu heute noch kommuniziert werden kann. Bis zum Jahr 2025 gilt es, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das in der kommenden Großpfarrei mit gesundem Selbstbewusstsein vertreten und weiterhin gelebt werden kann, vielleicht sogar als Trendsetter dienen könnte. Der Bürger soll merken, dass er Kirche aktiv mitgestalten kann, auch im Blick auf die Pfarrgemeinderatswahlen am 22. März 2020, die erstmals online möglich sein werden. So soll die Messe ein Appetitanreger sein zum aktiven Mitgestalten und ein Forum, um die Angst vor dem Ehrenamt zu nehmen.