Rund um den Herrischrieder Stehlesee sind in den vergangenen Jahren etliche Freizeitaktivitäten entstanden, was die Attraktivität in diesem Bereich enorm gesteigert hat. Damit steigen aber auch die Unfallrisiken. In der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend war dies ein Thema. Den Antrag des Vereins Aktiver Hotzenwald zur Beschaffung von Outdoor-Fitnessgeräten rund um den Stehlesee, legten die Gemeinderäte zunächst auf Eis.

Blick auf ein Urteil aus Hessen

Ein Grund für die Zurückhaltung ist darin zu sehen, dass Bürgermeister Christof Berger berichtete, dass in Hessen einem Bürgermeister die Mitverantwortung an einem Unglück gegeben wurde, bei dem drei Kinder in einem Löschteich ertrunken sind. Ein Gericht verurteilte den Bürgermeister diesbezüglich mit der Begründung, dass er seinen Pflichten nicht nachgekommen sei, da er den Teich nicht richtig sichern ließ. „Dieses Urteil dürfen nicht auf die leichte Schulter nehmen“, betonte Berger.

So bald wie möglich will der Gemeinderat darüber beraten und Lösungen zu dem Thema finden. Schließlich befinden sich rund um den See bereits ein Kinderspielplatz, die Minigolfanlage, das Jugendgästehaus, der Schlittenbuckel und die Skipiste, der Basketball- und Beachvolleyballplatz sowie das unter anderem erst kürzlich vom Verein Aktiver Hotzenwald in eigenregie angelegte Wassertretbecken und der Barfußplatz.

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Die Gruppe Freizeitsee kümmert sich auch um die von der Gruppe erstellten Anlagen um den Stehlesee. Rolf Dannenberger, Ansprechpartner der Projektgruppe, stellte den Wunsch nach Outdoor-Fitnessgeräten dem Gremium vor. Zur Begründung führte er aus, dass zu den übrigen Anlagen nun noch etwas für die Fitness fehle. Bei dem vorgestellten Projekt handelt es sich um sechs Einzelgeräte, die den Normen für standortgebundene Fitnessgeräte entsprechen, und um ein Hinweisschild. Dannenberger bezifferte die Gesamtkosten der Geräte auf rund 7538 Euro. Die Gruppe würde für die fachgerechte Aufstellung sorgen.

Die Idee wurde vom Gemeinderat als sinnvolle Ergänzung gesehen, jedoch sollte zunächst das Sicherheitsthema behandelt werden. Zudem müsse geschaut werden, ob für die Maßnahme finanzieller Spielraum vorhanden sei.