Der alte Gemeinderat brachte noch die Durchführung der ersten Ausschreibungen der Gewerke „Bauaushub und Rohbauarbeiten“ für den Neubau der Gemeinschaftsschule Hotzenwald auf den Weg. In der Gemeinderatsitzung am Montagabend vergab der neue Gemeinderat einstimmig Bauaufträge für sechs Gewerke.

Bürgermeister Christof Berger eröffnet den Gemeinderäten: „So wie es jetzt aussieht, werden wir möglichst noch im Oktober den Spatenstich für die neue Schule tätigen.“ Mit dem Aushub und dem Bau der Bodenplatte soll schnellstmöglich begonnen werden. Eine amtliche Teil-Freigabe für den Bauaushub der Gemeinschaftsschule ist zwischenzeitlich eingegangen. Für den Schulhausneubau und die Sanierung der Gemeinschaftsschule ging bei der Gemeinde die Zusage von 700 000 Euro aus dem Ausgleichstock 2019 ein.

Die Eigenfinanzierungsrate für die Sanierung und den Neubau beläuft sich derzeit auf 17,5 Prozent. Dies entspricht gesamt 1 359 000 Euro. 1 114 000 Euro entfallen auf den Neubau und 245 000 Euro auf die Sanierung. „Diese Quote ist ordentlich, aber es geht nicht anders“, argumentierte Bürgermeister Berger. Ursprünglich ging die Gemeinde nach massiven Einsparmaßnahmen im letzten Jahr in Höhe von 812 000 Euro, wo nicht zwingend erforderliche Leistungen und Ausstattungen gestrichen wurden, von einem Eigenteil in Höhe von rund 800 000 Euro aus. Mit diesem gekürzten Programm ging man in die Ausschreibungen.

Die Gesamtkosten für den Neubau wurden mit Stand Juni 2018 mit rund 5 641 369 Euro angegeben. Mit Stand von heute werden die Kosten mit 6 040 000 Euro beziffert. Berger betonte, dass allein die Kostensteigerung in der Bauwirtschaft fünf Prozent pro Jahr ausmache. Nicht an die steigenden Baukosten werde hingegen die Höhe der Fördersumme angepasst, betonte Berger.

Bau liegt auf Kurs

Umso erfreulicher konnte Berger bekanntgeben: „Wir liegen auf Kurs.“ Die Rohbauarbeiten wurden für eine Angebotssumme von rund 1 441 252 Euro, die Berechnung lag bei 1 295 000 Euro, an die Herrischieder Firma Josef Berger vergeben. Allerdings ist in diesem Preis noch die Eventualposition für die Deponie des Bauaushubs außerhalb der Gemeinde enthalten. Dies sei jedoch nicht mehr erforderlich, da die Gemeinde beim Skilift eine Deponie für den Aushub gefunden habe, erläuterte Berger.

Die Abwasser- und Installationsarbeiten wurden zum Angebotspreis von rund 101 159 Euro (die Kostenschätzung lag bei 117 810 Euro) an die Firma Wasmer aus Görwihl vergeben. Für die Angebotssumme von rund 37 851 Euro (20 000 Euro) wurden die Arbeiten für die MSR-Technik und Gebäudeautomation an die Firma Karl Schies aus Vogtsburg vergeben.

Die Elektroarbeiten wird die Firma Baumgartner aus Rickenbach, Angebotssumme rund 432 696 Euro (549 149 Euro), ausführen. Die Heizungsanlage wird die Firma Hierholzer aus Albbruck bauen. Der Angebotspreis beträgt rund 103 372 Euro (124 950 Euro). Die Vergabe der Lüftungstechnik in Höhe von rund 137 890 Euro (101 150 Euro) erfolgte an die Firma Binkert aus Albbruck. Die Vergabesummen liegen insgesamt um 2,09 Prozent höher als die Berechnungen.