Herrischried Radfahren im Hotzenwald soll attraktiver werden

Arbeitsgruppe Radwegekonzept der Vereinigung Aktiver Hotzenwald bereitet Ausbau und Vernetzung der Radwege vor. Interkommunale Zusammenarbeit als Herausforderung. Aber es gibt finanzielle Probleme

Das Radwegkonzept für den Hotzenwald nimmt Form an. Noch gibt es wenig Konkretes, da drei Gemeinden unter einen Hut gebracht werden müssen. Dennoch läuft im Hintergrund viel. Vor allem die Arbeitsgruppe Radwegekonzept der Vereinigung Aktiver Hotzenwald leistet viel an Vorarbeit.

Es ist mühsam, etwa so wie Radfahren im Hotzenwald. Drei Gemeinden sollen zusammen ein schlüssiges Konzept für den Ausbau und die Erweiterung des Radwegenetzes erarbeiten. Das jedenfalls ist der Wunsch von Freimut Maas. Der engagierte Neubürger aus Herrischried setzt sich nicht nur für den Boule-Sport ein, sondern kümmert sich unter den aktiven Hotzenwäldern um die Koordination beim Ausbau des Netzes für ambitionierte Radfahrer. Das Problem ist wie so oft die Finanzierung. Immerhin 50 Prozent an Zuschüssen gibt es vom Landkreis, dem eigentlichen Initiator der Aktion.

Die gibt es aber nur, wenn Radwege mit einem Mindestbetrag von 50 000 Euro ausgebaut werden. Die Hälfte davon müsste die Gemeinde tragen, zu viel für die finanzschwachen Orte im Hotzenwald. Freimut Maas gibt aber nicht auf. Er versucht die drei Gemeinden zu bündeln, heißt: Alle drei Gemeinden investieren zusammen 50 000 Euro in ihr sowieso zusammenhängendes Radwegenetz. 25 000 Euro blieben dann als Restschuld an allen drei Hauptorten hängen. „Wie viel jede Gemeinde zahlen müsste, kann ich jetzt noch nicht abschätzen und das hängt sicherlich davon ab, wer wie viel leistet“, sagt Maas. Konkret bedeutet das, dass die Kosten nach Leistung zwischen Herrischried, Rickenbach und Görwihl aufgeteilt würden. „Wichtig ist der Ausbau bestehender Radwege. Hier ist schon vieles vorhanden. Dann geht es aber noch um die Schaffung von Querverbindungen zwischen einzelnen Routen, so dass auch längere Touren möglich werden“, erklärt Maas. Immerhin sei das Konzept des Landkreises zum Ausbau des Radwegenetzes jetzt fertig und diene als Grundlage. Sein Ziel: Eine Kleinkarte und eine Ausschilderung möglicher Routen. „Im Endeffekt steht oder fällt alles, wenn sich die drei Gemeinden nicht beteiligen“, sagt er. Herrischried und Rickenbach seien bereits im Boot. Görwihl zögere noch. Sicher müssten die Gemeinden „in ihre Kassen schauen und prüfen was möglich ist“. „Nur Wandern anzubieten“ reiche aber nicht, um auch künftig im harten Tourismusgewerbe zu bestehen. Was Freimut Maas noch fehlt, sind weitere Helfer für sein Engagement. In Ehrfried Mutter (Gemeinderat Rickenbach, Grüne) und Bruno Müller (guter Stern des FC Bergalingen und selbst Radfahrer) hat er zwei Mitstreiter gefunden. „Wir sind guter Dinge, aber es braucht Zeit und viel Überzeugungsarbeit bis zum Ziel.“


Arbeitskreis Radwege

Ein Radwegenetz durch alle drei Gemeinden plant Freimut Maas und sein Team. 65 Kilometer, über 500 Meter Höhendistanz wären dabei zu überwinden. Es geht aber auch kürzer: „Die Gemeinden sollen untereinander durch Querverbindungen vernetzt werden“, so der Radprofi aus Herrischried. Gute 100 Kilometer Radwege kämen so zusammen. Genutzt werden soll die vorhandene Infrastruktur, die durch Mittel des Naturparks Südschwarzwald bereits angelegt sind. Informationen bei Freimut Maas, Telefon 07764/554.

Weitere Infos im im Internet:

www.aktiver-hotzenwald.de

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