Der Dilldappeball des Fördervereins Trachtenkapelle Herrischried begeisterte die Gäste am Samstagabend in der Rotmooshalle in Herrischried. Die Schule stand im Mittelpunkt. Die Tanzvorträge begeisterten die Zuschauer so, dass die Akteure erst von der Bühne konnten, als sie nochmals ihr Glanzleistungen wiederholten.

Viele buntkostümierte Narren bevölkerten schon kurz nach der Öffnung die Rotmooshalle, um sich gutgestärkt auf den folgenden unterhaltsamen Abend vorzubereiten. Schon kurz nach 19 Uhr griff das Trio Sax & Key-Band aus Schopfheim zu den Instrumenten, animierte die Zuhörer zum Mitsingen und im Rhythmus zu klatschen, was der Kapelle auch vortrefflich gelang. Altbekannte Lieder ertönten, so auch „In München steht ein Hofbräuhaus“, das gleich mehrmals gespielt und gesungen wurde.

Mit dem Saxophon ins Publikum ging der Musiker der Sax & Kay-Band
Mit dem Saxophon ins Publikum ging der Musiker der Sax & Kay-Band | Bild: Werner Probst

Gleich der erste Sketch spielte sich mit den Zweitklässlern ab. Sie fanden, dass sie lieber in den Kindergarten gehen würden, denn die neue Schule werde doch erst dann fertig, wenn sie die Schule beenden und es dann die Abschlussfeier geben werde.

In einem Elternabend wurden dann die Probleme der Schule mit den Kindern besprochen. So wurde von der Lehrerin moniert, dass ein Kind mit Papierrollen geschossen habe, ein anderes Kind ein Haus gemalt habe, das keine Wände habe. Schlussendlich basierte die Sache aber auf einer Verwechslung, sodass abschließend die Lehrerin sagte, dass man so froh sei, dass das Kind in der Herrischrieder Schule sei.

Skizzieren das Schulleben: Michael Albiez (links) und Fabian Matt.
Skizzieren das Schulleben: Michael Albiez (links) und Fabian Matt. | Bild: Werner Probst

In einer Schnitzelbank, hoch oben auf der Bühne, glossierten Marion Stoll und Nicole Allgaier das Zeitgeschehen. Nicht fehlen durfte dabei die Erhöhung der Görwihler Hundesteuer. Die Zunahme der Biber wurde so glossiert, dass man die Dächer bald mit Biberschwänzen eindecken könne.

Viel zu erzählen hatten Marion Stoll und Nicole Allgaier.
Viel zu erzählen hatten Marion Stoll und Nicole Allgaier. | Bild: Werner Probst

Nicht fehlen im Zwiegespräch durfte natürlich die Gemeindeverwaltung. So blieb den beiden Närrinnen natürlich nicht verborgen, dass bei einer früher terminierten Gemeinderatssitzung so viele Ratsmitglieder fehlten, dass das Gremium nicht beschlussfähig gewesen sei.

Ein Anruf beim stellvertretenden Bürgermeister Helmut Eckert habe dann Erfolg gehabt, er sei dann verspätet zum Termin erschienen. Dass es immer wieder bei Bürgermeister Christof Berger der Terminkalender nicht stimme, blieb den beiden Schnitzelbänklern ebenso nicht verborgen, wie ein Feuerwehrmitglied, das bei einem Einsatz die Bluse seiner Frau angezogen habe.

Das könnte Sie auch interessieren

Schließlich wurde von den beiden auch verkündet, wie ein nur mit einem Bademantel bekleideter Mann wegen fehlendem Schlüssel nicht mehr ins Haus kam, er der Vermieterin telefonierte, die ihm aber mitteilte, dass sie auf Mallorca sei. So musste er in seiner leichten Bekleidung durch das Dorf marschieren, um sich eine Leiter zu besorgen, dass er schließlich wieder in seine Wohnung kam.

Bauhandwerker sollten eigentlich bei der Schulbaustelle Farbe anbringen, doch dazu kam es nicht. Ein hochhängendes Schild, „Betreten verboten“, störte den Polier. Viele Hilfsmittel wurden unter dem Schild gestapelt, doch immer reichten die Arme nicht, um es herunterzuholen. Schließlich war auch ein Fernsehreporter vor Ort, um dieses Spiel zu filmen.

Der Höhepunkt des Abends aber waren die Tanzeinlagen der Dilldappe. Mit wechselnder Kostümierung, tänzerischer Höchstleistung, unterstützt von einer beeindruckenden Lichttechnik der Firma BLH, tanzten sich die Dilldappe in die Herzen der Zuhörer, ehe wiederum die Sax & Kay-Band aufspielte und die Tanzfreudigen sich auch auf der Bühne vergnügen konnten.

Einstudiert: Mit tänzerischen Höchstleistungen in verschiedenen Kostümen warteten die Dilldappe in der Rotmooshalle auf.
Einstudiert: Mit tänzerischen Höchstleistungen in verschiedenen Kostümen warteten die Dilldappe in der Rotmooshalle auf. | Bild: Werner Probst
Einstudiert: Mit tänzerischen Höchstleistungen in verschiedenen Kostümen warteten die Dilldappe in der Rotmooshalle auf.
Einstudiert: Mit tänzerischen Höchstleistungen in verschiedenen Kostümen warteten die Dilldappe in der Rotmooshalle auf. | Bild: Werner Probst

Der Begriff Dilldapp

Dilldapp stammt aus dem Alemannischen. Er bezeichnet eine einfältige, tölpelhafte Person. Der Ausdruck Dilldapp wird in der alemannischen Fasnacht, in der Dorfgeschichten in Schnitzelbänken und bei Kappenabenden aufs Korn genommen werden, häufig verwendet.