Der SC Freiburg kann mehr als Fussball spielen. Und die Schüler der 8b der Gemeinschaftsschule Hotzenwald können ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ihr Radio-Beitrag zur WM in Russland aus Anlass des Wettbewerbs „Volltreffer – Politik trifft Fußball“ hat Ludwig Voss und seine Kollegen vom SC Freiburg, Abteilung Gesellschaftliches Engagement, so überzeugt, dass sie neben fünf anderen Schulen in Südbaden ein ganz besonderes Geschenk gewonnen haben.

Der gestrige Freitag stand sowohl sportlich, als auch politisch-gesellschaftlich ganz im Zeichen der WM in Russland. Ludwig Voss und Jan Huber vom SC Freiburg nahmen sich einen ganzen Vormittag Zeit, in sportlichen Wettkämpfen mehr über das Gastgeberland der WM heraus zu arbeiten. Beim Koordinationstraining in der Rotmooshalle wurden wichtige Infokarten erdrippelt. Für „Stadt-Land-Fußball“ brauchte man Schnelligkeit, Treffsicherheit und Köpfchen, um als Siegermannschaft hervor zu gehen. Aus einem normalen Fußballtor wurde ein Tor-Bingo, in dem es wichtige Fakten zu Russland, Fußballspielern, und Austragungsorten der WM zu sammeln galt.

Weil Sport im Team mehr Spaß macht, spielt der SC Freiburg bereits seit 2014 im Projekt „Politik trifft Fußball“ einen Doppelpass mit der Landeszentrale für politische Bildung. Über den Sport lassen sich junge Leute schnell auch für das ganze Drumherum begeistern. „Zu Gast bei Freunden?“ lautet daher die Frage an die Schüler an diesem Morgen im zweiten Teil, den Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung gestalteten. Angefangen bei den einfachen geografischen Eckdaten Russlands, über eine Zeitreise durch die politische Geschichte des Landes und die schwierige Sprache landet man gemeinsam schnell bei der Frage: Was heißt Demokratie? Ist das in Russland genauso wie hier in Deutschland mit der Meinungsfreiheit? Für die meisten Schüler scheint Russland weit weg und fremd und dennoch lassen sie sich auf das Projekt ein. Der Höhepunkt des Workshops war eine Mini-WM in der Rotmooshalle. Ludwig Voss kommentierte die Spiele professionell, die Schüler schlüpften in die Rollen verschiedener Nationalmannschaften. Da fieberten sogar die Mädels mit und gaben noch mal vollen Einsatz. Am Ende siegte „Brasilien“ gegen „Deutschland“ 3:1. Ein Omen für die nahende WM? Auf jeden Fall ein Riesenspaß für die Schüler. So kommentierte denn auch ein Schüler: "Am Ende war es im Klassenzimmer langweilig, ich habe aber viel gelernt. Aber im Sport war’s cooler, da konnte ich mich mehr einbringen." Und wenn es um die gemeinsame sportliche Ehre als Klasse geht, kämpften auch die Mädels um den Ball. Knappes, verschwitztes Fazit einer Mitspielerin: „Ganz schön cool.“