Rickenbach Im Aufwind: Jugendmusikschule Bad Säckingen stellt sich mit ihrem Konzept in Herrischried und Rickenbach vor

Die Bad Säckinger Jugendmusikschule stellt ihr Konzept im Herrischrieder und Rickenbacher Gemeinderat vor. Bettina Huber, Geschäftsführerin der JMS, berichtet, dass die Schüler- und die Belegungszahlen stetig in die Höhe steigen. 1300 Schüler belegen derzeit rund 1400 Kurse.

Die Bad Säckinger Jugendmusikschule, kurz JMS, versteht sich innerhalb der kommunalen Bildungslandschaft als das Kompetenzzentrum für musikalische Bildung. Am Montagabend stellte sich die JMS mit ihrem Konzept im Gemeinderat in Herrischried vor, tags darauf im Gemeinderat von Rickenbach. Bettina Huber, Geschäftsführerin der JMS, berichtete, dass die Schüler- und die Belegungszahlen stetig in die Höhe steigen. 1300 Schüler belegen derzeit rund 1400 Kurse. In Herrischried sind aktuell 37, in Rickenbach sogar 118 junge Musiker aktiv in den Unterricht eingebunden. In Rickenbach lag die Belegung der Kurse im Jahr 2007 bei 24. Die Gemeinde Herrischried beteiligt sich aktuell mit einer jährlichen Umlage von rund 6109 Euro an den Kosten, Rickenbach ist mit rund 20 000 Euro dabei. Die Umlage errechnet sich aus den Belegungszahlen. „20 000 Euro ist ein Haufen Geld, aber es ist gut angelegtes Geld“, bemerkten die Gemeinderäte Hubertus und Volker Matt in Rickenbach. Mit rund 195 000 Euro beteiligt sich der Landkreis an den Umlagen des Zweckverbandes. Die Elternanteile versuche die JMS moderat auszutaxieren, erklärte Bettina Huber. Und sie hatte zudem die gute Nachricht mitgebracht, dass im Schuljahr 2018/2019 weder Erhöhungen der Elternentgelte noch der Umlage durch die Gemeinden vorgesehen seien – Letztere „frühestens 2020“, so Bettina Huber.

Musikschulleiter Manuel Wagner gab einen Überblick über das umfassende und vielfältige Angebot der Musikschule. Neben der direkten Arbeit in der JMS unterhält sie auch Kooperationen mit Kindergärten und allgemeinbildenden Schulen. So bestehen beispielsweise an der Grundschule Rickenbach und der Gemeinschaftsschule Hotzenwald Bläser- und Gitarrenklassen. Statt einem normalen Musikunterricht, werden die Schüler dabei in der Klasse direkt am Instrument unterrichtet. Davon könnten alle Kinder profitieren und nicht nur die, die durch das Elternhaus und einen kulturellen Hintergrund privilegiert seien.

Neben der musikalischen Früherziehung wird Unterricht in nahezu alle klassischen Instrumenten und sogar im Fach Ballett angeboten. Neben Einzel- gibt es auch Ensembleunterricht und in der Erwachsenenakademie wird Musikunterricht für die älteren Semester angeboten.

Da nach der Auffassung der JMS jeder Mensch die Möglichkeit haben soll, Musik zu machen, werden seit Jahren auch Menschen mit Behinderung unterrichtet. Hervorragende Erfolge konnte die JMS mit jungen Musikern immer wieder beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ verbuchen. Mit diversen Vereinen bestehen Vernetzungen. Die JMS ist immer wieder auf Tour durch die Gemeinden, die dem Zweckverband angehören. Im nächsten Jahr will die Musikschule auch in Herrischried Halt machen, um den Kindern direkt vor Ort Instrumente und die Musikschule vorzustellen, berichtete Wagner. Im Rickenbacher Gemeinderat stellte Manuel Wagner klar, dass es zwischen der Jugendmusikschule und der Rickenbacher Bläserjugend „keine Konkurrenz gibt“. Im Gegenteil: „Es gibt Kooperationen mit den Rickenbacher Musikvereinen, der Grundschule Rickenbach und der Gemeinschaftsschule Hotzenwald“, sagte Wagner.

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