„Wir haben ein paar sehr schöne Auftritte gehabt“, gab der Vorsitzende der Hotzenguggi Herrischried, Manuel Allgaier, unumwunden beeindruckt zu. Die letzte Fasnachtssaison ist bei der Hauptversammlung ausgiebig in Erinnerung gebracht worden. Mit einem neu aufgebauten Anhänger ist das Gugge-Orchester viel rumgekommen. Jetzt steht eine behutsame Modernisierung vom Outfit an.

Peppiges Erscheinungsbild

Seit 2012 ist das Motto „Eisbär“ und die dominierende Farbe ein schimmerndes Blau. Früher war es grün, dann Lila mit Silber und Schwarz – seit 1990 war ein steter Wandel mit im Programm der Hotzenguggi. Die Guggenmusiker wollen zur kommenden Saison mit einer neuen Weste neue Impulse setzen. Mehrheitlich ist darüber abgestimmt worden, ob Weste oder Jacke zuerst drankommt. Mit den vereinsinternen Näherinnen ist das Vorhaben im Vorfeld bereits abgesprochen worden, so Allgaier. Aktuell bleibt es noch ein Geheimnis, auf welches Motto die Fasnächtler setzten werden. Zumindest werden wieder poppigere Farben zum Zuge kommen, „vielleicht etwas Neon und eventuell auch wieder Lila“, deutete Christina Waßmer an. Die wiedergewählte Kassiererin hat dafür vorsorglich in ihrem Rechenschaftsbericht die Möglichkeiten der Neuanschaffungen aufgezeigt.

Gekonnter Umgang mit Instrumenten

Vorbereitungen sind ein Muss beim Orchester. Das Schminken vor den Auftritten liegt weiterhin in bewährten Händen, „nur ein paar helfende Hände mehr dürften es schon sein“, so Schriftführerin Claudia Gräfe. Das stimmige Outfit wird beim Schminken mit Schablonen uniformiert aufgebracht. Jetzt, wo auch ein neues Motto gewählt werden soll und gleichzeitig auch die Farben sich ändern, sind die ersten Gedanken angestellt worden, wo und wieviel neu angeschafft werden soll. Neue Instrumente sind Nebensache; die bringen die Guggenmitglieder eigentlich schon mit. Gut ausgebildet in den Kapellen und Musikvereinen in Herrischried und Umgebung, ist der virtuose Umgang mit dem jeweiligen Instrument von Kindesbeinen an eine vertraute Bereicherung. Die Fasnachtssaison halt, da kann’s etwas schräger sein. Aber auch das will geprobt sein. Dirigent Daniel Siebold sieht bei den 15 Proben im Jahr, gelegentlich auch ein ganzes Probenwochenende, ein gutes Potential. Die Hotzenguggis konnten sich auch über ein neues Mitglied freuen. So bleibt die aktive Mannschaft weiterhin bei mehr als 20 Musikern.

Viel Lob für Guggenmusiker

„Es läuft bei euch, ihr habt euch um die Fasnacht und Gemeinschaft verdient gemacht“, sagte Bürgermeister Christof Berger. Tamara Banholzer und Michael Siebold sind als aktive Musiker für elf Jahre geehrt worden. Sabrina Schneider, Thorsten Gräfe und Matthias Arzner, die zu 100 Prozent an den Proben teilgenommen haben, wurden ausgezeichnet. Weiterhin als Beisitzer wirken Michael Siebold und Patrick Schneider.