Zu einem Doppelkonzert mit besinnlichen Klängen hatten das Hotzenchörle der Trachtenvereinigung Alt-Hotzenwald und die Zithergruppe Chriesibluescht aus dem Fricktal am Sonntag in die Kirche St. Zeno Herrischried eingeladen. Die Musiker hatten ein vielseitiges Programm mit geistlicher und weltlicher Musik zusammengestellt.

Mit einem abwechslungsreichen und anspruchsvollen Programm begeisterten das Hotzenchörle und die Zithergruppe Chriesibluescht die Zuhörer.
Mit einem abwechslungsreichen und anspruchsvollen Programm begeisterten das Hotzenchörle und die Zithergruppe Chriesibluescht die Zuhörer. | Bild: Christiane Sahli

„Die Tage werden kürzer, die Stuben gemütlicher“, mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende der Trachtenvereinigung Alt-Hotzenwald Klaus Keller die zahlreichen Zuhörer. Und passend zur Jahreszeit hatten das Hotzenchörle unter der Leitung von Heidi Neubauer und die Zithergruppe Chriesibluescht (Leitung: Edith Kalt) ein vielseitiges Programm mit überwiegend besinnlicher Musik zusammengestellt. Mal musizierten die beiden Gruppen gemeinsam, mal waren sie einzeln zu hören.

Zwei Geigerinnen begleiten Programm

Und die 15 Sängerinnen und Sänger des Hotzenchörles überzeugten nicht nur gesanglich, sondern auch als Instrumentalisten mit Gitarren, Klarinette, Querflöte und Akkordeon. Begleitet wurden beide Musikgruppen teilweise zudem von zwei Geigerinnen, sodass nicht nur das Programm, sondern auch die Darbietungen durch die verschiedene Instrumentierung sehr vielseitig waren.

Glockenspruch aus Atdorf

Gemeinsam starteten die Musiker mit „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“. „Wir Hotzen sind aus altem Holz, im Herzen furchtbar stolz“, heißt es in den Glockenspruch aus Atdorf, den beide Musikgruppen ebenfalls gemeinsam zu Gehör brachten. Das Hotzenchörle hatte neben geistlicher Musik, unter anderem „Jesus berühre mich“ und „Gehet nicht auf in den Sorgen“, auch Weltliches im Programm. Schwungvoll mit Akkordeonbegleitung kamen „Märchen“ und „Alls was bruchsch“ daher. Bestens harmonierten die beiden Musikgruppen bei weiteren gemeinsam vorgetragenen geistlichen Werken, unter anderem „Herr, Deine Liebe“ und „Segne Du Maria“. „Die Rose“ erklang im ersten Vers einstimmig, und entfaltete sich eindrucksvoll bei den weiteren Strophen, als weitere Stimmen hinzukamen.

Anspruchsvolle Werke

Anspruchsvolle Werke hatten sich die fünf Zitherspielerinnen für ihren Soloauftritt ausgesucht, darunter „Nach dem Ball“, „Jubiläumsstückli“ und den „Luna-Walzer“. Ein Hörerlebnis der ganz anderen Art war das bekannte „Ave Maria“ von J.S.Bach/C. Gounod. In der Intrumentierung mit Zither und zwei Geigen dürfte diese Werk selten erklingen. Mit den gemeinsam dargebrachten „Irischen Segenswünschen“ endete das Programm, aber nicht das Konzert, denn die Zuhörer forderten begeistert applaudierend Zugaben. Diesem Wunsch kamen die Musiker gerne nach, mit „Amazing Grace“ (Ein schöner Tag) und „Segne Du Maria“ ging die besinnliche Stunde zu Ende.