Herrischried Herrischried beklagt mangelnde Transparenz beim Rettungswesen

Die Einhaltung der Hilfsfristen bei der Notarztversorgung auf dem Hotzenwald ist nach wie vor nicht optimal. Der Vorsitzende des Rettungsdienst-Bereichsausschuss lehnte eine Einladung zu einer Stellungnahme ab.

Die Notarztversorgung auf dem Hotzenwald ist nach wie vor unbefriedigend. Auch ein direktes Gespräch von Bürgermeister Christof Berger mit Landrat Martin Kistler brachte keine positiven Erkenntnisse zur gegenwärtigen Situation. Die Einhaltung der Hilfsfristen ist nach wie vor verbesserungswürdig. Peter Hofmeister, Vorsitzender des Rettungsdienst-Bereichsausschusses, lehnt eine Einladung der Herrischrieder Verwaltung zu einer Stellungnahme vor Ort ab.

Jüngst war Bürgermeister Christof Berger beim Landrat Martin Kistler, um persönlich die Notarztversorgung im Hotzenwald und im speziellen das Thema Lösungsvorschläge für die unbefriedigende Situation zu besprechen. Das Problem mit der Einhaltung der Hilfsfristen wurde seitens des Landrats zwar bestätigt, klar ist zudem auch, dass diese Situtation verbesserungswürdig ist. Durch die relative Nähe des Rettungswagens in Segeten wurde aber die Gesamtsituation relativiert. Auch zukünftiges Besetzen des Rettungswagens mit Rettungssanitätern war Thema des Gesprächs zwischen Bürgermeister und Landrat. Eine gut funktionierende Gruppe im Rettungswesen sind auch die First Responder, die schnell erscheinen, helfen und im Notfall unterstützen und somit die Situation vor Ort etwas entschärfen.

Enttäuscht und frustriert waren Bürgermeister Christof Berger und der gesamte Gemeinderat jedoch, dass die Bitte der Herrischrieder zu einer Berichterstattung vor Ort, die man an die Adresse von Peter Hofmeister, dem Vorsitzenden des Rettungsdienst-Bereichsausschusses, ausgesprochen hatte, klar zurückgewiesen wurde, wie der Landrat dem Herrischrieder Bürgermeister ausrichtete. Hofmeister würde nicht jeder Gemeinde Rede und Antwort stehen, so die Nachricht. Gemeinderat Ulrich Gottschalk betitelte diese Ablehnung als "Frechheit". Und Dirk Bürklin warf ein: "Es ist sehr schade, dass man mit uns nicht spricht. Unter demokratischer Sicht ist es eine Katastrophe, dass nicht mehr Transparenz ist. Alles was wir erfahren haben, kam über die Presse." Wenn überhaupt Auskünfte kämen, dann nur auf gezieltes Nachfragen hin. Die brüske Zurückweisung durch den Vorsitzenden des Rettungsdienst-Bereichsausschusses stieß auf Unverständnis, vor allem auch aus dem Grund, da es nicht sehr viele Gemeinden im Landkreis wären, in denen die Situation so verschärft sei. Berger: "Es gibt nicht viele Bereiche im Landkreis Waldshut, die unterversorgt sind." Durch ein Gespräch mit Peter Hofmeister könnte möglicherweise Spannung herausgenommen werden, so die Hoffnung von Berger. Er müsse ja nicht in jede einzelne Gemeinde gehen, sondern nur in die Schwerpunktregionen.

Des weiteren kam zur Sprache, dass mehrere Argumente gegen eine Erhöhung der Anzahl Notarztstandorte sprechen. Eines ist die Personalknappheit auch bei Notärzten. Des weiteren habe es wenig Sinn, wenn Notärzte in Bereitschaft stehen, die relativ wenig Einsätze hätten. Ärzte, die nicht ausgelastet sind, bekämen auch die Routine nicht und würden auch von den Patienten deswegen nicht so gerne akzeptiert, wie solche mit umfassender Erfahrung. "Der Patient geht lieber zu einem Arzt, der viel in dieser Richtung tut". Und zu guter Letzt: ein wichtiges Argument, das gegen einen zusätzlichen Standort vorgebracht wird, ist die Tatsache, dass die AOK als Kostenträger keinen weiteren Notarzt finanzieren möchte.

Des weiteren informierte Christof Berger, dass derzeit im Bereich Hubschrauber drei Anbieter im Einsatz seien. Mit einem vierten Anbieter ist man derzeit im Gespräch, um die Abdeckung zu verbessern.

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