Nach knapp 40 Jahren als Herrischrieder CDU-Gemeinderat kehrt der 67-jährige Malermeister Helmut Eckert der Kommunalpolitik den Rücken. Alles habe seine Zeit, sagt er, nun seinen Jüngere am Zug. Aufs Altenteil setzt er sich dennoch noch nicht. Weiterhin wird er sein Malergeschäft führen und als Mesner in der katholischen Pfarrgemeinde aktiv sein. Auch als Vorsitzender im Förderverein Freilichtmuseum Klausenhof will er weiter vielfältig mit dabei sein.

Stimmenkönig

Helmut Eckert ist in seiner Heimatgemeinde überaus beliebt und die Einwohner schätzen seine kommunalpolitische Arbeit, die er seit 1980 ununterbrochen leistet. Das zeigt sich deutlich daran, dass der CDU-Gemeinderat bei jeder Kommunalwahl seit 1994 als Stimmenkönig aus der Wahl hervorging. Bei der jüngsten Wahl erzielte er mit 1087 Stimmen das mit weitem Abstand beste Ergebnis sämtlicher Bewerber aller Listen. Seit 1994 fungiert er zudem als Stellvertreter von Bürgermeister Christof Berger.

Das könnte Sie auch interessieren

Aber jetzt gibt er das Heft in jüngere Hände. „Es ist jetzt Zeit, dass Jüngere am Ratstisch sitzen“, begründet Helmut Eckert seinen Entschluss, nach rund 40 Jahren Kommunalpolitik bei den kommenden Gemeinderatswahlen im Mai nicht mehr anzutreten. Auch sein Amt als Vorsitzender des Herrischrieder CDU-Ortsverbands, das er seit 1992 innehat, wird er demnächst zur Verfügung stellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Eckert freut sich, dass mit seinem Ratskollegen Christian Dröse ein junger Kandidat für den CDU-Vorsitz gefunden wurde. Auch sei Dröse die Kandidatensuche für die Kommunalwahl im Mai gut gelungen, betont er. Die Liste sei mit 17 zum großen Teil jüngeren Kandidaten gut gefüllt. „Ich freue mich, dass es gut weitergeht mit jungen Leuten, die noch etwas bewegen können.“

Drei sehr gute Bürgermeister

Drei Bürgermeister (von 1980 bis 1988 Horst Schmidgall, von 1988 bis 2004 Roland Baumgartner und seit 2004 Christof Berger) erlebte Helmut Eckert in seiner Zeit als Gemeinderat. Eckert wertet es als großen Glücksfall, dass er es stets mit sehr guten Bürgermeistern zu tun gehabt habe, mit denen man immer habe reden können, wodurch so manches Problem schnell gelöst werden konnte. Auch mit den Fraktionen im Gemeinderat habe es stets ein gutes Miteinander gegeben, sagt er.

Tourismus

Der Tourismus in seiner Gemeinde liegt Helmut Eckert ebenfalls am Herzen. Er erinnert sich daran, dass einer seiner ersten Termine als Gemeinderat das Richtfest der Eishalle war. Das sei ein wichtiger Baustein für den Tourismus gewesen, ist er überzeugt. Immerhin wurden 1981 sogar 130 000 übernachtende Gäste gezählt. So viele seien es heute nicht mehr, aber der Tourismus sei, so sagt Eckert, immer noch ein wichtiges Standbein für die Menschen auf dem Hotzenwald.

Projekte

Im Rückblick auf nahezu 40 Jahre als Gemeinderat ist es für Helmut Eckert immer wichtig gewesen, für die Belange der Gemeinde und die Sache einzustehen. Nicht alles habe geklappt und manches sei auch nicht finanzierbar gewesen, erinnert sich Helmut Eckert. Aber unter dem Strich sei doch sehr vieles bewegt worden. Als Beispiel-Projekte nennt er den Bau der Schule und den der Rotmooshalle, ebenfalls die Wasser- und Abwasserversorgung. Zukunftsgerichtet betont Helmut Eckert, dass der Bau der in Planung befindlichen Gemeinschaftsschule für Herrischried von großer Bedeutung sei. „Es ist wichtig, dass die Eltern für ihre Kinder eine Perspektive und Verlässlichkeit haben“, betont Eckert. Ihm ist sehr daran gelegen, dass sich auch junge Familien in Herrischried gut aufgehoben fühlen.