Das Gugelstüble beim Gugelturm wird dieses Jahr nur an vier Tagen in der Woche geöffnet. Dies beschlossen die Mitglieder vom Schwarzwaldverein der Ortsgruppe Herrischried am Freitag bei ihrer Hauptversammlung im Vorfeld zur Eröffnung am 14. April. Schon länger standen die Öffnungszeiten des Stübles zur Debatte, da der Altersdurchschnitt mittlerweile bei knapp 70 Jahren liegt und die Arbeit sich auf immer weniger Schultern verteilen lässt. Da es sich bei der Gugel um das „Herzstück“ der Gruppe handelt, fiel die Entscheidung nicht leicht.

Nur zwei Personen haben sich auf die Aufrufe im letzten Jahr gemeldet: Für die hinzugezogenen Pensionäre Marga und Henni Pampiermole sei das Gugelstüble eine willkommene Chance, um mit Leuten in Kontakt zu treten. Doch um den Betrieb auf der Gugel im bisherigen Umfang aufrecht zu halten, bedarf es weiterer Helfer, erklärte Vorsitzender Christoph Berger. 2017 wurde zwar in den Ferien ein zusätzlicher Ruhetag eingeführt, dennoch leisteten die 14 Frauen und sechs Männer insgesamt 353 Einsätze (2016 waren es 380). Den Rekord halten Helga Meier mit 66 Tagen, Hilda Kaiser mit 53 Tagen und Maria Matt mit 40 Tagen. „Aber schon ein einziger Tag, den jemand einspringt, oder ein gebackener Kuchen bringt Entlastung“, erklärte der Vorsitzende.

Vorschläge zur Arbeitserleichterung, etwa die Kuchenbackerei dem örtlichen Bäcker in Auftrag zu geben oder einen Kaffeevollautomaten anzuschaffen, wurden ohne Beschlussfassung kritisch diskutiert. Zu den Ruhetagen Montag und Dienstag kommt jetzt voraussichtlich noch der Freitag hinzu. Verständnis dafür zeigten die Grußwortüberbringer Martin Lauber von der Ortsgruppe Vorderer Hotzenwald: „Diese Leistung verdient großen Respekt“, sagte er. „Den Wert wird man erst erkennen, wenn es verschwunden ist“, meinte auch Bürgermeisterstellvertreter Helmut Eckert. Dennoch: Ans Schließen sei noch lange nicht zu denken, auch 2018 möchte die Gruppe in ihr „Herzstück“ investieren: „Wir werden auf der Gugel eine Buswendemöglichkeit aufschütten, den Zaun fertigstellen und eine Zufahrt mit Bouleplatz umsetzen“, so der Vorsitzende.

Viel Arbeit hatten 2017 auch die Wegewarte Oskar Sandmann, und die wiedergewählten Wegewarte Matthias Jecker und sein Gehilfe Alois Jarusel auf dem 65-km-langen Wegenetz geleistet. Um diese Arbeit entsprechend zu wertschätzen, hat die Gemeinde erst kürzlich die Gerätepauschale von 7,50 Euro auf 10 Euro pro Kilometer angehoben. Wanderwartin Elfriede Stoll berichtete zudem von fünf Wanderausflügen. Ihre Mittwochswanderungen werden auch das Wanderangebot 2018 auf dem Hotzenwald bereichern.

Die Wanderwarte Matthias Jecker (links) und sein Gehilfe Alois Jarusel (mitte) wurden bei der Hauptversammlung wiedergewählt. Mit ihnen freut sich der Vereinskollege und Wanderwegewart Oskar Sandmann.
Die Wanderwarte Matthias Jecker (links) und sein Gehilfe Alois Jarusel (mitte) wurden bei der Hauptversammlung wiedergewählt. Mit ihnen freut sich der Vereinskollege und Wanderwegewart Oskar Sandmann. | Bild: Sandhya Hasswani

 

Ehrungen & Termine

  • Ehrungen: Die Schwarzwaldvereins-Ortsgruppe Herrischried ehrte bei ihrer Hauptversammlung viele Mitglieder: Für 60 Jahre Vereinstreue wurde Josef Auer geehrt, für 50 Jahre Fritz Ebner und für 40 Jahre Rudolf Buck und Horst Leuenberger. Eine Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Gerhard Berger, Adolf Eckert, Marlies und Helmut Eckert, Gisela und Manfred Huber, Mario Huber, Ellen und Oskar Sandmann, Bernhard Sandmann, sowie Margrethe und Manfred Wasmer. Dem Verein gehören aktuell 133 Mitglieder an, sechs Mitglieder sind im vergangenen Jahr verstorben.
  • Termine auf der Gugel: 14. April: Eröffnung des Gugelstübles ab 10 Uhr; 1. Mai: Maigrillen; 28. Mai: Maiandacht mit dem Akkordeon Orchester Herrischried; 15. Juni: Grillfest; 21. Juni: Sonnwendhock mit dem Musikverein Niederhof; 5. November: letzter Betriebstag Gugelstüble in der Saison. Die nächste Wanderung mit Elfriede Stoll findet am 9. Mai um den Hornberg statt (Anmeldung: 07754/929 67 60).