Wer wandern geht, kehrt gern am Ziel seines Ausflugs ein. Über fehlende Gäste beim Gugelturm kann sich der Schwarzwaldverein Herrischried jedenfalls nicht beklagen. Sorge bereitet dem Vorsitzenden Christof Berger allerdings, dass die Bewirtung der Wanderer im Gugelstüble auf immer älter werdende Schultern verteilt ist. Der Altersdurchschnitt der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer liegt aktuell bei über 70 Jahren. Einen dringenden Hilferuf nach Unterstützung richtet Christof Berger deshalb an die Bürger.

Das Gugelstüble ist keine Wirtschaft im klassischen Sinn: „Es wird rein ehrenamtlich geführt. Wir machen das, um den Wanderern ihren Ausflug zu verschönern, und natürlich hilft es dem Verein, die Anlage zu erhalten“, erklärt der Vorsitzende. Dieses Konzept ging seit dem Ausbau des Gugelstübles 2001 immer gut auf. „Es macht auch Spaß, wir sind aber kaum mehr belastbar“, sagt Helga Maier, die den Überblick auf die Einsätze hat.

Der Rückblick auf die geleisteten Diensttage im Zeitraum von Karfreitag bis Anfang November 2017 verdeutlicht die Situation: 20 Helfer leisteten gemeinsam 353 Einsatztage (Mittwoch bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr). Davon haben allein vier Helfer 191 Einsätze übernommen, sprich: vier Personen bewältigten 54 Prozent aller Einsätze. Dabei liegt der Altersdurchschnitt dieser Helferinnen bei 78 Jahren. „Uns brennt die Hütte. Die Damen leisten über die Maßen, was ein Ehrenamtlicher zu leisten imstande ist“, sagt Christof Berger, und: „Uns ist jede Unterstützung recht, aber sie sollte regelmäßig da sein.“

Für die praktische Umsetzung bedeutet dies: nicht einzelne Stunden sind gefragt, sondern möglichst ganze Betriebstage (von 10 bis 18 Uhr). „Zwei Damen aus Rickenbach kommen zum Beispiel einen Tag im Monat, also sechs bis sieben Mal zwischen April und Oktober. Das entlastet schon sehr“, erklärt Berger. Ein anderes Beispiel sind Marga und Henni Pampiermole: Das pensionierte Paar aus den Niederlanden ist kürzlich hierher gezogen und hat seit Frühjahr jeden Freitag den Dienst übernommen, um mehr unter die Menschen zu kommen. Und sie fühlen sich dabei sehr wohl.

Doch bei 66 Tagen, die Spitzenreiterin Helga Maier im Sommer da gewesen war, gelte es längst, die Reißlinie zu ziehen, erklärt der Vorsitzende. „Es muss eine Entlastung her, oder wir müssen die Öffnungszeiten drastisch anpassen“, so Berger. Auch wenn das Gugelstüble jetzt im Winter geschlossen ist; spätestens bis zur Hauptversammlung Ende März brauche es eine Lösung, um in die Saison 2018 starten zu können. Interessenten können sich telefonisch bei Helga Maier informieren: Telefon 07764/62 61.