Die Freien Wähler Herrischried treten bei den Gemeinderatswahlen am Sonntag, 26. Mai, mit 16 Kandidaten an. Insgesamt hätten 24 Männer und Frauen nominiert werden können. Unter den 16 Bewerbern sind drei Frauen. Die vier amtierenden Gemeinderäte der Freien Wähler stellen sich wieder zur Wahl. Der Gemeinderat von Herrischried hat zwölf Sitze.

Vorstand ist zufrieden

"Wir können eine nicht ganz gefüllte Liste vorweisen", sagte Manfred Krüger vom Vorstand der Freien Wähler im Rahmen der Nominierungsversammlung im Restaurant "Jägerstüble". Dennoch zeigte er sich zufrieden. Denn von den zur Verfügung stehenden 24 Plätzen konnten 16 in einer "guten personellen wie altersbedingten Struktur" belegt werden. Alle Kandidaten wurden von den 19 stimmberechtigten Mitgliedern mit großer Mehrheit gewählt.

Alle vier wollen weiter machen

Manfred Krüger, der seit 2014 dem Herrischrieder Gemeinderat angehört, ließ sich entgegen seiner ursprünglich geäußerten Absicht doch wieder aufstellen. Als Grund nannte er die Tatsache, dass sich schlussendlich doch nicht so viele, vor allem junge Kandidaten wie zunächst angenommen, aufstellen ließen.

Auch Michael Arzner, er gehört dem Gremium seit 2004 an, sowie Ingrid Grieshaber die ebenfalls seit 2004 am Ratstisch sitzt und aktuell zweite stellvertretende Bürgermeisterin ist, und auch Hannelore Thiel, sie gehört seit vier Jahren dem Gemeinderat an, streben eine weitere Amtszeit an.

Themen bestehen unverändert weiter

Die Themen, die den Freien Wählern zukünftig wichtig sind, sind die, die auch schon vor vier Jahren auf dem Programm standen, betonte Krüger. Nachdem nun die Liste der Kandidaten vorliegt, wollen sie gemeinsam an die detaillierte Ausarbeitung der Themen gehen.

In der Vorstellungsrunde der Kandidaten wurde deutlich, dass den Bewerbern vor allem der Bau der neuen Schule am Herzen liegt. Im Auge behalten wollen sie aber auch den Breitbandausbau, Straßensanierungen, die Schaffung von Bauplätzen, die Ortskernverschönerung und die allgemeine Verbesserung der Lebensqualität im Ort.

Kein Interesse an Stammtischen

Hinsichtlich der Kommunalwahl soll ein Flyer erstellt werden. Eine Wahlveranstaltung der Freien Wähler wird es voraussichtlich nicht geben. Da es sich bei dem was die Herrischrieder Bürger bewege, um selbstverständliche Themen handle, sehen sich die Freien Wähler auch nicht dazu gedrängt, die Bürger explizit zu fragen, was sie wollen, sagte Krüger. Die Kandidaten seien jedoch jederzeit ansprechbar und diskussionsbereit, versicherte er. Allerdings bedauerte er es, dass bisher kaum Interesse an einem Austausch bestand, auch nicht an den eigens angebotenen Stammtischen.

Kommunalwahl: Laut Paragraf 6 der Gemeindeordnung Baden-Württemberg dürfen in Gemeinden mit nicht mehr als 3000 Einwohner die Wahlvorschläge höchstens doppelt so viele Bewerber enthalten, wie Gemeinderäte zu wählen sind.