Nachdem er keine Trainingszeiten in der Eissporthalle Herrischried erhalten hat, will der Eissportclub Herrischried (ESPCH) seine Arbeit an einem anderen Ort fortführen. Möglich wäre ein Umzug nach Todtmoos – sofern dort die Pläne für ein Mehrzwecksportfeld Wirklichkeit werden. 

In einer nicht-öffentlichen Sitzung hatte der Gemeinderat Herrischried im November seine Entscheidung erneuert, dem ESPCH keine Trainingszeiten in der Halle zuzusprechen. Dieser Beschluss war bereits im Mai erstmals gefasst worden. Ulrich Hartmann, der zusammen mit seiner Frau Marie-Claude den Verein gegründet hatte, hatte für die Wintersaison noch einmal einen Vorstoß gewagt.

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Mit der Entscheidung des Gemeinderates leben muss nun der ESPCH. Für Trainer Hartmann ist damit das Ende seines Vereins jedoch noch nicht besiegelt. „Ich finde es sehr schade, dass wir keine Trainingszeiten in der Herrischrieder Halle bekommen haben“, betont Hartmann bei einem Gespräch mit unserer Zeitung. Aufgeben will er jedoch nicht. „Wir werden wohl auswärtig trainieren müssen“, so Hartmann weiter. Wo genau das sein soll, das wissen Hartmann und der Verein jedoch noch nicht.

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Der ESPCH muss sich nun über umliegende Eisstadien informieren. Eine Option könnte später einmal Todtmoos sein. Hier sind die von Hartmann angestoßenen Pläne für den Bau eines Mehrzwecksportfelds noch nicht vom Tisch. Konkretes weiß Hartmann jedoch noch nicht. „Das entscheidet sich in den nächsten Wochen.“ Der ebenfalls von Hartmann und seiner Frau geleiteten Eislaufschule sprach der Gemeinderat Herrischried eine Trainingsstunde am Samstagmorgen zu.

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Der Grund für die Bestätigung der Entscheidung des Gemeinderates vom Mai besteht laut Herrischrieds Bürgermeister Christof Berger darin, dass sich an der vorherigen Situation nichts geändert habe: In der Halle gebe es keine freien Zeiten mehr. „Ich hätte dem Verein sehr gerne Zeiten zugesprochen, aber es ist einfach nicht möglich“, so Berger.

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Die Annahme Ulrich Hartmanns, der Eishockeyclub sei bereit, eine Stunde ihrer Trainingszeit abzugeben, sei zu optimistisch gewesen, so der Bürgermeister. „Ich habe mit dem Verein gesprochen und es stimmt einfach nicht, dass er bereit war, einen Teil der Trainingsstunden abzugeben. Ich bin selbst ein Vereinsmensch und weiß: Was man einmal abgibt, bekommt man nicht zurück.“ Die Sache in einer öffentlichen Sitzung zu verhandeln, sei für den Gemeinderat nicht notwendig gewesen, denn an der bisherigen Sachlage habe sich nichts geändert. Der Beschluss, dass dem ESPCH keine Trainingszeiten zugestanden werden können, wurde, laut Berger, vom Gemeinderat einstimmig entschieden.