Die Skiliftgesellschaft Herrischried ist wieder auf einen frühen Saisonstart gut vorbereitet. „Wenn es genug Schnee gibt, können die zwei Lifte schon ab Ende November laufen“, berichtete von der Betriebsleitung Albert Schneider.

In die vom TÜV bereits mit einem Lob für den guten Wartungszustand abgenommene Anlage hat die Skiliftgesellschaft zudem erneut investiert. Der Funpark wurde erweitert – angeschafft wurden zwei neue Schneelanzen, die aus zehn Meter Höhe mit dem Versprühen von eingepumpten Wasser eine lang haltende Schneeschicht über die Pisten legen können.

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Zum Beschneien der Anlage verfügt die Gesellschaft nun über drei Lanzen und zwei schon ältere Schneekanonen. Die Herrischrieder Liftbetreiber waren übrigens die ersten im ganzen Schwarzwald, die solche Kanonen hatten, um einen Schneemangel auszugleichen.

Neuer Pistenbully

Unumgänglich war eine weitere Investition in den Maschinenpark, Der 23 Jahre alte Pistenbully war nicht mehr voll einsatzfähig und die Liftgesellschaft schaffte ein ähnliches Gerät in einem guten Gebrauchtzustand an. Dies hat aber den Vorteil, dass er schneller ist, mehr Schneemassen bewegt und durch geringeren Dieselverbrauch umweltfreundlicher ist. Zudem kann der neue Bully variabler eingesetzt werden mit seinen Vorrichtungen für Gerätetransporte zum Funpark.

Funpark erweitert

Die von den Mitgliedern der Liftgesellschaft nebenberuflich betreute Anlage konnte die Investitionen schultern, weil der letzte Winter wieder mehr Betriebstage als in vorangegangenen Jahren ermöglichte. Dass Einnahmen regelmäßig für Innovationen und Sanierungen verwendet werden, betrachten die Gesellschafter auch als eine Förderung des Wintersports im Luftkurort Herrischried.

„Wir fahren selbst von klein auf Ski und freuen uns auch über Anlagenverbesserungen wie die Funparkerweiterung“, berichtete der auch in der Betriebsleitung tätige Harald Schneider. Diese für Abwechslung beim Snowboard- oder Skifahren sorgende Park findet sich jetzt erstmals auch am Hang des steilen Ödlandliftes.

Ideen für einen Kinderlift

Für die Zukunft schmiedet die Liftgesellschaft, die übrigens am 20. Dezember nächsten Jahres ein Fest zum 50-jährigen Anlagebestehen anbietet, schon weitere Projekte, unter anderem die Anlegung eines Kinderliftes im Bereich des Skischulgeländes. Im Blick hat die Gesellschaft weiterhin den Winterspaß am benachbarten Rodelhang, der seit vielen Jahren betreut wird.

Im Laufe des Sommers wurden im Geländeverlauf Bahnverbesserungen vorgenommen. Für die neue Saison stehen in renovierten Räumen die bewährten Bewirtungsteams bereit und an den Liften betreut eine erfahrene Mannschaft, die sich auch Erste-Hilfe-Kursen unterzieht, die Skiläufer. „Um den ganzen Betrieb aufrecht zu erhalten, benötigen wir 50 bis 60 Mitarbeiter“, informierte Albert Schneider, der im letzten Jahr den Betriebsleiter-Lehrgang absolvierte.

Bandenwerbung

Erstmals eingeführt wurde ab diesem Winter eine Bandenwerbung bei der Talstation, an der sich schon mehrere, vorwiegend örtliche Unternehmen beteiligten. In Kontakt steht die Liftgesellschaft wieder mit mehreren Skiclubs der Region, die im Hotzenwald ihre Vereinsmeisterschaften austragen und Skikurse geben. Dafür werden vom Lift die benötigten Hangflächen gut präpariert. Erneut mit im Boot ist der Ski- und Snowboardverleih des Obersäckinger Unternehmens Waßmer mit bewährten Angeboten.