In den seit der Gründung des Caritativen Fördervereins St. Wendelinus Hotzenwald vergangenen zweieinhalb Jahren ist viel passiert. Die Soziale Börse erfreut sich immer größeren Zuspruchs, ins Leben gerufen wurden die Mittagstische in Rickenbach und Herrischried sowie das Projekt „Helfende Hände“. Ab Januar 2020 wird es auch ein Trauercafé geben, war in der Hauptversammlung am Mittwoch zu erfahren. Im Vorfeld hatten die Mitglieder der Sozialen Börse über eine Satzungsänderung entschieden.

Vieles hat sich seit der Gründung des Caritativen Fördervereins Hotzenwald getan. Die Soziale Börse/Nachbarschaftshilfe Hotzenwald, die der Vorsitzende des Fördervereins, Johannes Herrmann, als Motor sämtlicher sozialer Projekte lobte, verzeichnet einen immer größeren Zulauf.

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Ins Leben gerufen hat der Verein in den vergangenen zwei Jahren die monatlichen Mittagstische in Rickenbach und Herrischried, die sich großer Beliebtheit erfreuen, zwischen 25 und 40 Teilnehmer kommen jeweils, war in der Hauptversammlung zu erfahren. Im Rahmen des Projekts „Helfende Hände“ werden zudem einmal im Monat Frauen aus Osteuropa zum geselligen Beisammensein und zum gegenseitigen Austausch eingeladen.

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Im Januar des kommenden Jahres startet ein neues Projekt: Das Trauercafé. Der ausgebildete und erfahrene Trauerbegleiter Paul Barrois wird Trauende in Einzelgesprächen bei der Trauerbewältigung unterstützen. Das Trauercafé findet an jedem dritten Mittwoch im Monat, beginnend am 15. Januar 2020, in der Zeit von 19 bis 20.30 Uhr im Pfarrheim in Herrischried statt.

Paul Barrois wird künftig Trauernde unterstützen, im Januar geht das Trauercafé an den Start.
Paul Barrois wird künftig Trauernde unterstützen, im Januar geht das Trauercafé an den Start. | Bild: Christiane Sahli

Man tue viel für ältere Mitbürger, ein Anliegen sei es aber auch, sich für jüngere Menschen zu engagieren, sagte Herrmann. Man mache sich derzeit Gedanken über mögliche Projekte und freue sich über Vorschläge, fuhr er fort.

In den beiden vergangenen Jahren hat der Förderverein die verschiedenen Projekte mit rund 9000 Euro jährlich finanziell unterstützt. Auch eine Einzelperson und eine Familie wurden unterstützt. In Arbeit ist derzeit eine neue Internetseite (www.cfv-hotzenwald.de), die in Kürze freigeschaltet wird.

Im Vorfeld der Hauptversammlung des Caritativen Fördervereins trafen sich die Mitglieder des Vereins Soziale Börse/Nachbarschaftshilfe zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Zu beschließen galt es eine Satzungsänderung. In die Satzung wurde ein Passus aufgenommen, nach dem der Vorstand dem Pfarrgemeinderat regelmäßig zu berichten hat.

Ferner wurden die Versammelten von einem Beschluss des Vorstandes in Kenntnis gesetzt, nach dem der Stundensatz zum 1. Januar 2020 von derzeit 11,05 Euro auf 11,55 Euro erhöht wird. Die Helfer erhalten nach wie vor eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10,55 Euro pro Stunde, erhöht wird damit der Verwaltungskostenanteil, der, so Hermann, mit einem Euro im Vergleich mit anderen Nachbarschaftshilfevereinen immer noch sehr gering sei.

Die Einsatzleiterin der Sozialen Börse, Monika Gerspach, nannte Zahlen. Wurden im Jahr 2016 insgesamt knapp 2600 Einsatzstunden verzeichnet, waren es in 2018 bereits knapp 5900 Einsatzstunden. Von Januar bis September 2019 wurden 5262 Stunden gezählt, man werde in diesem Jahr auf mehr als 6000 Einsatzstunden kommen, berichtete die Einsatzleiterin. Betreut werden derzeit 65 überwiegend ältere Menschen, in der Sozialen Börse engagieren sich 65 Helfer.