Die Hornberger Gaststätte "Jägerstüble" soll umgebaut werden. In seiner jüngsten Sitzung gab der Ortschaftsrat mit vier Stimmen für den Umbau und einer Enthaltung eine positive Empfehlung ab, welche Ortsvorsteherin Barbara Beck nun dem Gemeindrat Herrischried bei seiner Sitzung am kommenden Montag präsentieren wird.

Die konkreten Baumaßnahmen beziehen sich auf das Dach des Gaststättenbebäudes. So soll der Dachstuhl abgerissen und in Holzbauweise neu errichtet werden. In diesem Zug sollen dann vier Maisonette-Ferienwohnungen über der Gaststätte entstehen. Der neue Dachstuhl soll laut der Planung an das bestehende Restgebäude im Westen auf Firsthöhe angepasst werden.

Architekt stellt Vorhaben vor

"Es soll ein einheitliches Gebäude entstehen", so Architekt Josef Göschel, der das Vorhaben dem Ortschaftsrat erläuterte. Göschel betonte zudem, dass der Wirtsbetrieb in der Gaststätte von den Bauarbeiten nicht betroffen sein wird: "Das Erdgeschoss bleibt unverändert." Demnach soll auch der Wirtsbetrieb gewohnt weiterlaufen. Ein wichtiger Vorteil sei in diesem Zusammenhang die angedachte Holzbauweise, wie Göschel erklärt: "So kann ein Großteil der Arbeiten in der Werkstatt gemacht werden." Er rechne mit einer Bauzeit von drei bis vier Wochen am Gebäude bis der Rohbau aufgerichtet ist.

Vier Ferienwohnungen im Obergeschoss

Neben den vier Ferienwohnungen mit je 45 bis 50 Quadratmetern im Ober- und Dachgeschoss, soll zudem der Schuppen etwas außerhalb des Gaststättenbebäudes zu einer Ferienwohnung umgebaut werden. Wie Göschel erklärte sei dieses Vorhaben eine reine Nutzungsänderung, da das Gebäude, bis auf einen Caportanbau, nicht verändert wird. Von Seiten der Räte kam jedoch die Befürchtung auf, dass der Platz, den der Schuppen derzeit für Kehrgeräte und ähnliches biete, nicht kompensiert werden kann und früher oder später gebraucht werde. Laut Göschel werde der Schuppen derzeit jedoch kaum genutzt, weshalb der Umnutzung nichts im Wege stehe.

Parkplatzsituation sorgt für Skepsis

Generell begrüßten die Ortschaftsräte die Planungen zum Umbau des "Jägerstübles". Wegen der schlechten Bausubstanz des Gebäudes sei es ohnehin notwendig, das Gebäude zu sanieren. "Es ist gut, dass was gemacht wird", sagte Reinhard Maier. Einzig die Parkplatzsituation sorgte für Skepsis. Die auf den Plänen eingezeichneten acht Parkplätze würden bei weitem nicht ausreichen. Beck kündigte an auch diese Problematik in der betreffenden Gemeinderatssitzung anzusprechen.