Einen vergnüglichen Nachmittag verbrachte die Gruppe aus Le Castellet in Wehrhalden bei Bea Freter und ihren Alpakas. Den Bus hatten die Gäste aus Frankreich oberhalb des Herrischrieder Ortsteils stehen lassen und waren zu Fuß zum Stall der zwölf Alpakas marschiert. Diese reagierten zunächst etwas scheu auf die 20-köpfige Gruppe. Vor allem die Erwachsenen waren begeistert von den Tieren mit den niedlichen Gesichtern, auf denen immer ein Lächeln zu sein scheint.

Die französischen Gäste aus Le Castellet besuchten Bea Freter in Wehrhalden und ihre Alpakas.
Die französischen Gäste aus Le Castellet besuchten Bea Freter in Wehrhalden und ihre Alpakas. | Bild: Karin Steinebrunner

Bea Freter erklärte einige Details zu ihren Tieren, wobei einer der Besucher aus Le Castellet ihre Informationen übersetzte und gleich noch ein Einiges aus seinem eigenen Wissensschatz mit einfließen ließ. Überrascht waren die Besucher darüber, dass die Tiere eine Tragezeit von elf Monaten haben und immer nur ein Fohlen zur Welt bringen. Sie erfuhren außerdem, dass man aus der Wolle der Alpakas Decken, Einlegesohlen oder auch Filzseifen herstellen kann. Letzteres konnten die französischen Besucher dann auch gleich in der Werkstatt von Bea Freter selbst ausprobieren, was viel Vergnügen bereitete.

Die Alpakas waren faszinierend, sie scheinen stets zu lächeln.
Die Alpakas waren faszinierend, sie scheinen stets zu lächeln. | Bild: Karin Steinebrunner

Am Samstag war die Gruppe schon eine Viertelstunde vor der geplanten Ankunft in Herrischried eingetroffen. Die Freunde aus Herrischried hatten am Abend ein gemeinsames Essen organisiert, das bei familiärer Stimmung eingenommen wurde – „wie in einer Großfamilie“, schwärmte die Vorsitzende des Verschwisterungsvereins, Barbara Wagner. Am Sonntag traf man sich zum Anpassrn der Leihskier, den Nachmittag in den Familien wollten einige nutzen, um sich die Schneeskulpturen in Bernau anzuschauen. Da allerdings zog den meisten dann doch das ausgesprochen nasse und stürmische Wetter einen Strich durch die Rechnung.

Viel Spaß hatten die französischen Gäste aus Le Castellet am Dienstagnachmittag mit den Alpakas von Bea Freter in Wehrhalden.
Viel Spaß hatten die französischen Gäste aus Le Castellet am Dienstagnachmittag mit den Alpakas von Bea Freter in Wehrhalden. | Bild: Karin Stöckl-Steinebrunner

Am Montag ging es vom verschneiten Herrischried ins vorfrühlingshafte Bad Säckingen, wo die Gruppe gemeinsam mit der Vorsitzenden des Freundeskreises Sanary, Henrike Lopatka, sowie den beiden Bürgermeistern von Bad Säckingen und Herrischried das Trompeterschloss und das darin befindliche Museum besichtigte. Anschließend machten sie einen Rundgang durch die Stadt.

Natürlich ging es dabei auch über die Holzbrücke und ins Münster, aber es blieb auch Zeit zum Bummeln und Shoppen, was vornehmlich die weiblichen Gäste ausgiebig nutzten. Großes freudiges Hallo weckte bei der Rückfahrt das stürmische Schneetreiben, das den Franzosen – im Gegensatz zu manchem Gastgeber – ausnehmend gut gefiel. Abends gab es dann für alle Spaghetti in der Rotmooshalle.

Der weitere Verlauf des Besuchs der französischen Freunde wird im Wesentlichen geprägt sein durch die bei den Gästen immer vorrangig gewünschten Wintersportaktivitäten, bevor sich die Gruppe dann am frühen Freitagmorgen schon wieder auf die Heimreise nach Le Castellet begeben wird.