Der SkiclubHotzenwald fiebert den ersten Hotzenwald-Classics im Januar, einem Langlauf-Wettkampf auf der international zertifizierten Loipe um Großherrischwand, entgegen. Diesen Wettkampf richten der SkiclubHotzenwald und der SkiclubBad Säckingen gemeinsam am 13. Januar aus.

600 Meter für die Bambinis

Bei schmuddeligem Wetter geht Reinhard Lang, ganz passionierter Skitrainer beim SkiclubHotzenwald, energisch die Strecken ab, die am 13. Januar für die verschiedenen Altersklassen zum Wettbewerb stehen. Die kürzeste Distanz legen die Bambinis mit 600 Meter und einem minimalen Anstieg zurück. Kinder und Schüler bilden die nächsten zwei Altersklassen. Sie starten auf eineinhalb Kilometern beziehungsweise zweieinhalb Kilometern Streckenlänge. Die Jugendlichen begeben sich auf eine fünf Kilometer Distanz, ebenso wie die Frauen. Allerdings müssen die Frauen einen stärkeren Anstieg bewältigen.

Das wäre die Traumkulisse für die ersten Hotzenwald-Classics am 13. Januar.
Das wäre die Traumkulisse für die ersten Hotzenwald-Classics am 13. Januar. | Bild: Annka Mickel

Die Altersklasse Herren dreht am Katzendobel die größte Runde mit zehn Kilometern Distanz und dem maximalen Höhenunterschied von 32 Metern. Beim Classic-Stil laufen die Wettbewerbsteilnehmer in einer vorgegebenen Spur. Lediglich die Abfahrten und Kurvenführungen werden gewalzt. Für die perfekte Spur können sich die Skiclubs auf den vertrauten Partner Loipenverein Hotzenwald verlassen. Die Siegerehrung findet anschließend wetterabhängig am oder im Wagenschopf des Freilichtmuseums Klausenhof statt.

Schneedecke von 50 Zentimetern als Voraussetzung

Es bleibt zu hoffen, dass das Wetter diesmal mitspielt. Bereits 2018 sollten die ersten Wettkämpfe ausgetragen werden, aber eine Föhnwetterlage kam dazwischen. Optimal wären vier Wochen vorher gefallener Schnee und eine Schneedecke von rund 50 Zentimetern. Dann kann das Loipenmobil die Spuren für den Classic-Stil optimal präparieren. Momentan ist dies aber noch unvorstellbar.

Chance für Kinder und Jugendliche

Die Hotzenwald-Classics, so betont Reinhard Lang im Gespräch, seien vor allem für die trainierenden Kinder- und Jugendlichen der eigenen beiden Skiclubs eine optimale Gelegenheit ist, sich auf heimischem Terrain im Wettbewerb zu beweisen, bevor es auswärts geht. So erwartet Lang um die 30 Teilnehmer aus dem Starterfeld Bambini bis Jugendliche und zehn bis 20 Erwachsene.

Bürgermeister als Schirmherr

Die Bühl-Loipe ist auch bei den Schweizer Nachbarn sehr beliebt. Vielleicht folgen auch hier Interessenten dem Wettkampfangebot. Man hat entlang der Loipe vielfach herrliche Weitsicht über die offene Winterlandschaft des Hotzenwaldes. Es braucht also einfach noch Schnee und ambitionierte Teilnehmer. Einen prominenten Schirmherrn hat die Veranstaltung bereits. Bürgermeister Christoph Berger ließ sich die Chance nicht entgehen, für die ersten Hotzenwald-Classics Pate zu stehen.

Reinhard Lang und der Skiclub

  • Bewährtes Team: Es klingt so etwas wie ein bisschen Stolz mit, wenn Reinhard Lang die Wettkampf-Strecke abgeht. Er sieht förmlich vor seinem inneren Auge, wo die einzelnen Skifahrer einfahren werden, hat jedes Streckendetail zigmal durchdacht. Er und sein Vereinskollege Wolfgang Köchlin, beide DSV-Skitrainer, sind im Skiclub ein bewährtes Team. Die engagierte Jugendarbeit verdankt der Club vor allem Wolfgang Köchlin. Er war es auch, der die Idee für einen Wettbewerb skizzierte und kontinuierlich weiterverfolgte. Reinhard Lang macht dafür die Strecke klar.
  • Zertifizierte Loipe: Reinhard Lang ist es zu verdanken, dass Herrischried eine international zertifizierte „FIS“-Loipe vorweisen kann: eine wesentliche Voraussetzung für das Austragen internationaler Wettkämpfe. Für diese Zertifizierung des Internationalen Skiverbands (Fédération Internationale de Ski) sind Geländegegebenheiten ebenso grundlegend, wie eine funktionierende Betreiberstruktur vor Ort. Entlang der Bühl-Loipe werden die geforderten 32 Meter Niveauunterschied im Gelände gerade so erreicht.
  • Ski-Passion: Die Vernetzung mit dem Skiverband Schwarzwald und dem nationalen Skisport ist Reinhard Lang ein wichtiges Anliegen. Seine Ski-Passion gibt auch er gern weiter an die nächste Generation unter anderem in seiner eigenen Skischule Lang. Sehr zu seinem Bedauern musste er in den letzten Jahren aus gesundheitlichen Gründen sein persönliches Training stetig zurückfahren.