Eine jüngst ausgeführte Markterkundung hat gezeigt, dass das gesamte Gemeindegebiet von Herrischried, exklusive eines kleinen Bereichs, als „weißer Fleck“ im Bereich der schnellen Internetverbindung anzusehen ist, also über keine Breitbandverbndung verfügt. Damit ist das Herrischrieder Gemeindegebiet voll förderfähig nach den Rahmenbedingungen zur Unterstützung des Aufbaus einer flächendeckenden Breitbandversorgung.

Nur ein Anbieter zeigt Interesse

Acht Telekommunikationsanbieter wurden unlängst angeschrieben, lediglich die Telekom hat einen Eigenausbau für etwa 50 Haushalte in der Kernzone angemeldet. Damit ist dieses Gebiet aus dem Ausbaugebiet herauszunehmen, was aber auf die allgemeine Förderfähigkeit keinen Einfluss hat.

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Technische Details zur Verlegung der entsprechenden Lehrrohre, zum zentralen Breitband-PoP (Point of Precence) und dem erstellten Masterplan erläuterte in der Gemeinderatssitzung am Montagabend Gerhard Albicker vom Team zur Planung des Projekts, dem außerdem Max Arzner und Joachim Baumeister angehören. Als mögliches Gebäude der Gemeinde für den PoP ist vorgesehen, das Gebäude beim Le-Castellet-Platz mit öffentlichen Toiletten und zwei Garagen, die derzeit für Geräte des Bauhofs genutzt werden, für die technischen Einrichtungen zu nutzen. Die Geräte des Gemeindebauhofs müssten dann anderweitig untergebracht werden.

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Der gewählte Anschlusspunkt liegt zentral innerhalb des Gemeindegebiets, erläuterte Albicker. Von dort aus werden alle Glasfaserkabel zu den Ortsteilen und zu den einzelnen Gebäuden laufen. Noch ist es aber nicht soweit.

Zum Einen ist der vom Landkreis zu erstellende Backbone noch im Bau und zum Anderen muss zunächst die Gemeinde den Antrag für das zu erstellende Glasfasernetz stellen. Dennoch wolle man die Angelegenheit nicht „auf die lange Bank“ schieben und voraussichtlich im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten beginnen, wie Bürgermeister Christof Berger erklärte.

Finanzierung über neues Bundesprogramm

Berger zeigte sich froh darüber, dass Herrrischried das Breitbandnetz über das neue Bundesprogramm finanzieren kann. Für die Anschlussnehmer bedeutet dies, dass das Glasfaserkabel ohne weitere Kosten bis hinter die Gebäudewand gelegt wird. Für die weitere Hausinstallation ist der Endverbraucher auf eigene Kosten selbst verantwortlich. Die Gemeinde muss mindestens die Kosten in Höhe von zehn Prozent tragen. Die Gemeinderäte befürworteten die Antragstellung auf Förderung.

Eingegangen ist zudem ein Bewilligungsbescheid der AteneKOM (Agentur für Kommunikation, Organisation und Management – Fördermittelberatung und Zuschussstelle des Bundes) über 50 000 Euro für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Masterplanerstellung.