Herrischried Darum müssen die Glocken von St. Zeno noch bis September schweigen

Die Glocken der St. Zeno Kirche in Herrischried werden voraussichtlich erst am 9. September geweiht. Eine Überschwemmung in Gießerei verzögert die Produktion, daher verzögert sich auch die für Februar geplante Fahrt zum Glockenguss bis in den Sommer. Wie es weitergeht, erfahren Sie hier.

Herrischried – Die Glockenweihe der drei neuen Bronzeglocken für die Herrischrieder Kirche St. Zeno verzögert sich voraussichtlich bis zum 9. September 2018. Somit kann auch die Fahrt zum Glockenguss, die für den Februar geplant war, erst im Sommer erfolgen, erklärt Regina Jaekel vom Gemeindeteam. Weil ein Starkregen zu einer Überschwemmung der Gussgrube in der Glockengießerei Bachert geführt hatte, verzögert sich die ganze Produktion. Bis dahin herrscht im Herrischrieder Kirchturm voraussichtlich noch ein dreiviertel Jahr Stille.

Eigentlich hätten die neuen Glocken beim Patrozinium am 15. April eingeweiht werden und an Pfingsten läuten sollen. Weil die Glockengießerei Bachert aus Karlsruhe aber nach Neunkirchen umzieht und es eine Bauverzögerung gab, verschob sich die Fertigstellung zunächst in den Mai. Nun wird es doch erst September, erklärt Pfarrer Stahlberger. Und zwar, weil ein Starkregen die Gussgrube der Gießerei in Neunkirchen überschwemmt hat.

„Wir können erst jetzt im Februar unseren Betrieb wieder aufnehmen“, erklärt Albert Bachert am Telefon. Das Glockengießen sei nun mal keine industrielle Produktion. Erst vier Wochen vor einem Guss kann zum definitiven Termin eingeladen werden, erklärt Bachert. Gegossen wird traditionell freitags um 15 Uhr, der Sterbestunde Christi. Die Führung dauert rund drei Stunden, allerdings ist die Besucherzahl aus Sicherheitsgründen auf 40 Personen je Pfarrgemeinde beschränkt, erklärt Bachert. Bevor Herrischried aber die Glockenfahrt planen kann, muss die Gießerei noch die Formen ausarbeiten. „Dieser Prozess mit Lehm dauert drei Monate“, erklärt Albert Bachert.

„Wir werden alle merken, dass etwas fehlt“, bedauert Gemeindereferentin Regina Jaekel die Umstände. Die alten Glocken läuteten am 7. Januar zum letzten Mal. Weil ihre Schwingung den Glockenturm weiter beschädigen könnte, werden derzeit nur noch die Stundenzeiten angeschlagen. Zudem sollen die alten Glocken nach Fasnacht ausgebaut werden, damit die Firma Schneider trotz allem mit der Sanierung des Glockenstuhls beginnen kann. Man möchte den eigenen Arbeitsplan soweit wie möglich einhalten, so Bernhard Stahlberger.

„Die fehlenden Glocken bedeuten allerdings ein Schweigen in der Osternacht, an Hochzeiten und beim Patrozinium“, bestätigt Stahlberger. Dabei haben sich besonders viele (23) Brautpaare angemeldet. Alternativ zum Geläut von St. Zeno könnte bei einer Trauung ein ökumenisches Läuten im Ort erklingen, was man noch mit der evangelischen Gemeinde und den Brautpaaren besprechen möchte.

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