Ein an der Zahl der Einsätze gemessen ruhiges Jahr liegt hinter der Herrischrieder Gesamtwehr. Erstmals erhalten die Wehrmänner in diesem Jahr ein Einsatzgeld. Der Wunsch der Hogschürer Abteilung nach Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeuges wird möglicherweise in absehbarer Zeit in Erfüllung gehen. In der Hauptversammlung kündigte Kommandant Christian Dröse an, im Jahr 2020 sein Amt abzugeben.

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Auch wenn das Jahr 2018 mit Sturmtief Burglind im wahrsten Sinne der Wortes stürmisch begann, ging es im weiteren Verlauf des Jahres eher ruhig zu. Wie im Vorjahr wurden 36 Einsätze verzeichnet, darunter auch 13 Überlandeinsätze in Rickenbach, Görwihl, Todtmoos und Murg. Die Einsätze umfassen das gesamte Spektrum von Brandeinsätzen bis hin zu Technischer Hilfe. Im Juli waren die Wehrmänner bei einer Personensuche gefordert.

Sechs neue Mitglieder

In Sachen Personal konnte Kommandant Dröse Erfreuliches vermelden. Bereits im zweiten Jahr in Folge konnte die Zahl der Aktiven erhöht werden, sechs Neue, darunter vier Frauen, stießen zur Wehr, es gab allerdings auch vier Abgänge zu verzeichnen, sodass derzeit 101 Aktive in der Wehr Dienst tun.

Gesamtkommandant Cristian Dröse (stehend) wird 2020 aus dem Amt scheiden.
Gesamtkommandant Cristian Dröse (stehend) wird 2020 aus dem Amt scheiden. | Bild: Christiane Sahli

Einsatzgeld von zehn Euro pro Stunde

Im Dezember 2017 hatte der Gemeinderat beschlossen, ab 2018 ein Einsatzgeld von zehn Euro pro Stunde für jeden Feuerwehrangehörigen zu zahlen. Dies war nicht überall gut angekommen, denn andere Vereine hatten moniert, für ihre ehrenamtliche Tätigkeit nichts zu bekommen, sagte Dröse. Aber: Es gehe nicht um einen "Lohn" für die Arbeit der Wehrmänner, sondern um eine Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeit, für die man rund um die Uhr zur Verfügung stehe, betonte Dröse. Bürgermeister Christof Berger, den die Hauptversammlung für einen Dank an die Wehr nutzte, schlug in dieselbe Kerbe. Er werde richtig sauer, wenn er derartige Vergleiche zwischen Wehr und Vereinen höre. Wenn ein Verein nicht mehr da sei, sei er nicht mehr da. Wenn es aber die Feuerwehr nicht mehr da wäre, ginge ein großes Stück an Sicherheit für die Bevölkerung verloren, sagte er.

Neues Löschfahrzeug für Abteilung Hogschür

Geplant ist die Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeugs LF8 für die Abteilung Hogschür, das alte Fahrzeug ist bereits 44 Jahre alt, sodass die Ersatzbeschaffung drängt. In den Haushalt 2018 wurden entsprechende Mittel – 150 000 Euro – eingestellt, allerdings mit einem Sperrvermerk. Noch im November soll erneut über die Beschaffung beraten und beschlossen werden, kündigte der Rathauschef an.

Jugendwart Bernhard Dannenberger berichtete über den Stand in Sachen Jugendfeuerwehr. 13 Ausbilder kümmern sich um 22 Nachwuchsfeuerwehrleute, über 100 Stunden schlugen bei der Ausbildung zu Buche. Dannenberger kündigte an, sein Amt als Jugendwart in der Hauptversammlung der Jugendwehr im Dezember zur Verfügung zu stellen. Und er ist nicht der Einzige: Kommandant Dröse ließ durchblicken, bei den Wahlen 2020 für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

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Der neue Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Ralf Rieple, beglückwünschte den Gemeinderat zu seiner Entscheidung, den Wehrmänner eine Entschädigung zu zahlen. Die Gemeinde Herrischried sei eine der ersten, die der Wehr auf diese Weise ihre Wertschätzung zeige.

2019 stehen zwei größere Veranstaltungen des Kreisverbands in Herrischried an: Die Floriansmesse der Seniorenabteilungen und die die Veranstaltung Sport-Spiel-Feuerwehr der Jugendfeuerwehren.