Ab Januar 2019 steht eine Neuregelung der Gebührensätze für die Abwasserbeseitigung und ebenso für die Trinkwasserversorgung an. Pro Kubikmeter Trinkwasser werden neu 2,05 Euro fällig, bisher waren es 1,75 Euro.

Die Abwassergebühr (Normalfall) der zentralen Entsorgung bleibt mit 2,80 Euro konstant wie bisher. Die Gebühren für Wasser und Abwasser werden sich demnach von insgesamt derzeit 4,55 Euro auf 4,85 Euro, also um rund 6,6 Prozent, festgeschrieben auf vier Jahre, erhöhen. Der Gemeinderat stimmte am Dienstagabend sowohl der Änderung der Abwasser- wie der Wasserversorgungssatzung zu, welche ab dem 1. Januar 2019 gilt.

Gemeinderat beschließt neue Satzung

Rechnungsamtsleiter Roland Frank stellte in einem umfassenden Referat die neuen Satzungen und die Kalkulationen vor. Die vorgestellte Abwassersatzung ersetzt die vom November 2003 und die der Wasserversorgung, die vom November 1998.

Zum Jahresbeginn 2012 wurden die Grundgebühren auf jährliche Einheitsbeträge von 30 Euro pro Anschlussnehmer umgestellt. Für Leistungen der dezentralen Abwasserbeseitigung wurde ein Teilbetrag in Höhe von zehn Euro festgelegt.

Die Regelung der Grundgebühr hat sich bewährt und es besteht kein Änderungsbedarf. Bedingt durch hohe Fixkosten waren und sind die Grundgebühren für die Abwasserbeseitigung gerechtfertigt. Der Gebührenkatalog ist kostendeckend. Die Gemeinde generiert keine Einnahmen für den Haushalt.

Abwasserbeseitigung zum Teil marode

Bedarf besteht hingegen darin, den zum Teil maroden Bereich Abwasserbeseitigung anzugehen. Der Gemeinderat hat dazu in seiner Sitzung am 15. Oktober ein Strukturkonzept beschlossen, das es nun gilt, schrittweise und zügig umzusetzen.

Wasserversorgung als Wirtschaftsunternehmen

Anders als die Abwasserbeseitigung zählt die Wasserversorgung zu den wirtschaftlichen Unternehmen einer Gemeinde. Dies bedeutet, dass neben der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser, das Unternehmen der Gemeinde auch einen Ertrag für den Haushalt abwerfen soll. Ein entsprechender Passus wurde in der Satzung aufgenommen.

Zumindest sollen die Kosten der Einrichtung voll gedeckt werden, erläuterte Kämmerer Roland Frank. Ausgaben für die Gebäude- Anlagenunterhaltung werden in den kommenden Jahren höher als in der bisherigen Kalkulation sein.

Im Zeitraum der nächsten vier Jahre sind beispielsweise etliche Sanierungen an Hochbehältern geplant. Zudem müssen 2019 turnusgemäß die Wasseruhren gewechselt werden. Kostenpunkt dabei, nur reine Materialkosten, 22 000 Euro.

Die Gemeinderäte entschieden sich für eine vierjährige Gebührenkalkulation sowohl beim Abwasser wie beim Frischwasser welche den Zeitraum von 2019 bis 2022 umfasst.