Dass der freiwillige Dienst in der Feuerwehr innerhalb einer Familie von Generation zu Generation weitergetragen wird, ist lobenswert und nicht nur auf dem Hotzenwald oft gängige Praxis. Ein besonders beeindruckendes Beispiel für das Engagement in diesem verantwortungsvollen Ehrenamt ist die Feuerwehrfamilie Dröse aus Herrischried. Hier kann wirklich schon von einer "Feuerwehr-Dynastie" gesprochen werden.

Über vier Generationen hinweg lautet der Wahlspruch der Dröses "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr". Der amtierenden Gesamtkommandanten der Feuerwehr Herrischried, Christian Dröse, spricht über die lange Tradition des Feuerwehr-Dienstes in seiner Familie und über die Zukunft des Feuerwehrwesens gerade im ländlichen Raum.

Schon Christian Dröses Großvater Harry Dröse war bis 1987 Kommandant der Abteilung Hogschür. Diesen wichtigen Posten hat nun Dröses Vater Michael seit Januar 2017 wieder übernommen. Zuvor war Michael Dröse schon einmal von 2002 bis 2012 Abteilungskommandant der Hogschürer Wehr.

<strong>Der Großvater</strong> Harry Dröse.
Der Großvater Harry Dröse. | Bild: privat

Natürlich war für Christian Dröse schon in seiner Jugendzeit klar, das er in die Fußstapfen seines Großvaters und Vaters treten würde, doch ein so schneller Aufstieg bis in die obere Führungsposition hat selbst ihn überrascht: "Das ging relativ schnell bis zum Kommandanten", so Christian Dröse.

<strong>Der Vater</strong> Michael Dröse.
Der Vater Michael Dröse. | Bild: Charlotte Fröse

Doch bis zu seiner heutigen Aufgabe als Gesamtkommandant war es dennoch ein arbeitsintensiver und zeitaufwändiger Weg.

1998 schloss Christian Dröse seine Grundausbildung ab. Er besuchte danach in kurzer Folge weiterführende Lehrgänge wie etwa zum Trupp- oder Gruppenführer bis hin zum Zugführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal als Voraussetzung für die Wahl als Gesamtkommandant.

Dröse war bei seiner Amtsübernahme im Jahr 2005 mit 26 Jahren der jüngste Gesamtkommandant einer Feuerwehr im Landkreis Waldshut. Sein Bruder Stefan Dröse und sein Schwager Michael Allgeier haben sich ebenfalls dem Dienst in der Feuerwehr verschrieben.

Kaum verwunderlich, das auch Christian Dröses Sohn Fabian die Familientradition fortführen möchte. Der heute 13-Jährige ist seit vier Jahren mit dabei und derzeit Sprecher der Jugendfeuerwehr: "Die Gene sind schon weitergegeben", schmunzelt Christian Dröse.

<strong>Der Sohn</strong> Fabian Dröse.
Der Sohn Fabian Dröse. | Bild: Sigrid Schneider

Nach den Gründen für den Eintritt in die Feuerwehr befragt, antwortet der Gesamtkommandant spontan: "Das war einfach automatisch. Es war klar, das ich dort mitmache; die Familientradition hat mich geprägt".

Und wie sieht Christian Dröse die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr? "Ich habe grundsätzlich ein gutes Gefühl, obwohl die Herausforderungen immer straffer werden", so Dröse. "Wir müssen die jungen Leute für das Ehrenamt begeistern; Öffentlichkeitsarbeit und persönliche Gespräche sind hier sehr wichtig", erklärt Dröse. Dröse betont auch die Wichtigkeit des Fördervereins für die Feuerwehr Herrischried. Neben der finanziellen Unterstützung steigert er auch den Bekanntheitsgrad der Feuerwehr.

"Wir müssen die jungen Leute für das Ehrenamt begeistern."

Christian Dröse,
Gesamtkommandant Abteilung Herrischried