Für Bettina Kaiser war es die erste Kandidatur für den Gemeinderat. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai entfielen auf die 49-jährige Kandidatin der Grünen 676 Stimmen. „Die Gemeinde kann nicht alles alleine machen, Bürger müssen mitarbeiten“, so erklärt Bettina Kaiser ihre Motivation zur Kandidatur für den Herrischrieder Gemeinderat.

Sie ist sich sicher, dass ohne ehrenamtliches Engagement nichts geht. Als Gemeinderätin möchte sie etwas bewirken in der Gemeinde, die Zeit nutzen und sie nicht verschlafen. Motzen könne jeder, betont sie, aber sie wolle es dabei nicht belassen, sondern aktiv etwas tun und dabei auch den Ort lebendig halten.

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Bettina Kaiser ist vor etlichen Jahren aus Hamburg in Herrischried angekommen und sie ist geblieben. Als „Nordlicht“ fühlt sie sich sehr wohl in Herrischried, einer Gemeinde die eigentlich in vielerlei Hinsicht einiges zu bieten habe, wie sie berichtet.

„Vieles muss aber neu belebt werden“, betont sie. Für den Bereich Tourismus wäre diesbezüglich ein Anknüpfen an frühere Zeiten, als noch richtig viel Fremdenverkehr in Herrischried war, sicher nicht verkehrt. Auch für die Einheimischen könne damit noch mehr Lebensqualität geschaffen werden.

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Und das ginge auch mit kleinen Dingen, wie beispielsweise dem Aufstellen von Ruhebänken auf dem Friedhof, wie Bettina Kaiser betont. Von den Bürgern erwartet sie ebenfalls ein gewisses Engagement. Auch hier könnten kleine Dinge viel bewirken. So ist es ihr unter anderem wichtig, dass die Bürger die heimischen Geschäfte unterstützen und Veranstaltungen im Ort besuchen, oder sich aktiv mehr in den Vereinen engagieren. „Wenn jeder nur etwas tut, dann kommt viel dabei heraus“, dessen ist sie sich sicher.

Als Manko sieht sie aus eigener Erfahrung, obwohl zwei Hausärzte Sprechstunden anbieten, die mangelnde notärztliche Versorgung in Herrischried. Dies dürfe so nicht bleiben, betont sie.

Bettina Kaiser freut sich auf ihre Aufgaben als Gemeinderätin und eine rege Zusammenarbeit im Gremium, um gemeinsam etwas für Herrischried zu schaffen. So wenig wie eine Gemeinde ohne Bürger auskomme, kämen die Bürger ohne Gemeinde aus, fasst sie zusammen.