Aktuell stehen für die Herrischrieder Bürgermeisterwahl am 26. April fünf Bewerber zur Verfügung: Christian Dröse, Vito Doria, Jörg-Michael Bähr, Samuel Speitelsbach sowie sei Montag auch Manfred Krüger. Wie die Gemeindeverwaltung Herrischried am Dienstag bekanntgab, reichte Krüger am am Montagnachmittag seine Bewerbungsunterlagen ein. Noch bis 30. März sind weitere Bewerbungen möglich.

Die Gemeinde wird am Donnerstag, 16. April, um 19 Uhr in der Rotmooshalle eine öffentliche Kandidatenvorstellung abhalten. Hierfür legte der Gemeinderat am Montagabend die Modalitäten fest. Alle Bewerber erhalten die gleiche Chancen und Möglichkeiten, um sich der Bevölkerung zu präsentieren. Der Gemeinderat bestimmte Bürgermeister Christof Berger, der nicht mehr zur Wahl antritt und auch dem Wahlausschuss vorsteht, zum Versammlungsleiter. Er wird die Moderation der Kandidatenvorstellung übernehmen.

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In Anbetracht der nunmehr bereits fünf Bewerber legten die Gemeinderäte den Start der Veranstaltung bereits auf 19 Uhr fest. Jedem wird eine Redezeit von 10 bis maximal 15 Minuten eingeräumt. Für eine genaue Einhaltung der Redezeit wird die Protokollantin Stefanie Strittmatter sorgen. Technische oder computergestützte Hilfsmittel dürfen beim Einzelvortrag nicht eingesetzt werden. „Die Bewerber sollen durch ihren mündlichen Vortrag, ohne ablenkende Bilder die Möglichkeit haben, die Qualitäten ihrer Person darzustellen“, betonte Berger dazu am Montag. Die Reihenfolge in der Vorstellungsrunde regelt der Abgabezeitpunkt der Bewerbung. Zwischen Dröse und Doria, die beide am zu Beginn der Frist ihre Kandidatur erklärt hatten, entscheidet das Los.

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Die drei derzeit im Herrischrieder Gemeinderat vertretenen Fraktionen werden im Vorfeld der Bewerbervorstellung vorformulierte Fragen an die Bewerber richten, auf die sie eingehen können. In der nächsten Gemeinderatssitzung am 30. März werden die Fragen bekannt gegeben. Aber auch die Bevölkerung wird die Gelegenheit haben, Fragen an die Bewerber zu stellen.

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Über die Wählbarkeit der Bewerber entscheidet der Wahlausschuss der Gemeinde. Er darf nur Kandidaten zulassen, auch für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintreten. Es herrschen gewisse Zweifel, ob dies bei Samuel Speitelsbach der Fall ist. Speitelsbach hat laut Schwarzwälder Bote 2019 bei der Bürgermeisterwahl Baiersbronn Adolf Hitler als „Propheten“ bezeichnet und die Abschaffung von Wahlen gefordert.

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Doch einer Aberkennung der Wählbarkeit stehen hohe rechtliche Hürden entgegen. „Sie müsste fundiert begründet werden“, erklärt das Landratsamt Waldshut auf Anfrage unserer Zeitung. „Herr Speitelsbach hat sich in der Vergangenheit für zahlreiche Bürgermeisterstellen beworben und wurde unseres Wissens bisher nie von der Wählbarkeit ausgeschlossen.“ Da darüber hinaus liege nach Kenntnis des Landratsamts keine Verurteilung vor, noch seien Tatsachen bekannt, die eine Aberkennung der Wählbarkeit untermauern würden.

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Eine Neubesetzung des Gemeindewahlausschusses für die Bürgermeisterwahl wurde notwendig, da dessen bisher eingesetzter stellvertretender Vorsitzender Manfred Krüger selbst als Bürgermeister kandidiert. Der Gemeinderat wählte Ulrich Gottschalk zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Stefan Eckert wurde als Beisitzer und Helmut Eckert als sein Stellvertreter gewählt. Vorsitzender des Wahlausschusses ist Bürgermeister Christof Berger.