Neun Jahre lang kämpfte die Bürgerinitiative Atdorf gegen das geplante Pumpspeicherwerk Atdorf, im Oktober des vergangenen Jahres kam das Aus für das Großprojekt. Am Sonntag hatte die Bürgerinitiative zu einem Fest anlässlich des Endes des Projektes eingeladen. Unterhaltung und Information standen an diesem Nachmittag auf dem Programm.

Schon vor Jahren hatte man geplant, im Falle des Scheiterns des Großprojektes ein Fest zu feiern, daran, dass es tatsächlich so weit kommen würde, hatte man allerdings nicht so recht geglaubt, sagte der Vorsitzende der BI Atdorf Heinz-Michael Peter. Wichtig sei im Verlauf der vergangenen Jahre immer gewesen, politisches Engagement mit der emotionalen Seite zu verbinden und gemeinsam zu feiern, fuhr er fort. Und auch das Ende des Großprojektes beging man mit einem Fest, rund 150 Gäste waren gekommen.

Freiheit spielte in den Liedern von Iris und Blondie Wallaschek eine große Rolle.
Freiheit spielte in den Liedern von Iris und Blondie Wallaschek eine große Rolle. | Bild: Christiane Sahli

Peter ließ die Ereignisse der vergangenen Jahre anhand von Lichtbildern passieren, in einer kleinen Ausstellung waren Fotos, Plakate, Flyer und Zeitungsartikel zu sehen, Auch ein Film der ZDF-Reihe Terra Express über das Pumpeicherwerk und den Widerstand gegen das Projekt wurde gezeigt.

Der Journalist Hubert Matt-Willmatt erklärte, seine Erfahrungen mit dem erfolgreichen Widerstand gegen das geplante Kernkraft Wyhl habe gezeigt, dass auch der einfache Bürger etwas erreichen könne, eine Erfahrung, die sich auf den Hotzenwald habe übertragen lassen. Der Mundartdichter Markus Manfred Jung trug unter anderem sein Gedicht zum Thema Pumpspeicherwerk vor, das mit den Worten „Den Abhau abhaue – hauet ab“ endet. Beiträge von Anslem König rundeten das Programm ab.

„Den Abhau abhaue – hauet ab“ – viel Beifall erhielt Mundartdichter Markus Manfred Jung.
„Den Abhau abhaue – hauet ab“ – viel Beifall erhielt Mundartdichter Markus Manfred Jung. | Bild: Christiane Sahli

Für musikalische Unterhaltung sorgten an diesem Nachmittag die Gruppe Federhut, Iris und Blondie Wallaschek sowie Roland Kroell (Epinette) gemeinsam mit Claudia-Aylin Libor (Sandava) und Christoph Pampuch (irische Harfe). Die Freiheit spielte in den Liedern von Iris (Gesang) und Blondie (Gitarre und Gesang) Wallaschek eine besondere Rolle. „Eins bleibt wie es war“, heißt es in dem Lied „Heute hier, morgen dort“. Und eines bleibt in der Tat so wie es war: Das Haselbachtal.

Claudia-Aylin Libor, Roland Kroell und Christoph Pampuch (von links) begeisterten beim Fest mit alter Musik.
Claudia-Aylin Libor, Roland Kroell und Christoph Pampuch (von links) begeisterten beim Fest mit alter Musik. | Bild: Christiane Sahli