„So schön kann Wahlkampf sein“, freute sich der Europaabgeordnete Andreas Schwab angesichts der schönen Umgebung beim Besuch in Herrischried im Rahmen seiner Wahlkampftournee, die ihn auf Einladung der CDU Herrischried am Mittwochvormittag in den Hotzenwald führte. Er betonte aber auch: „Europa ist nicht ganz weit weg.“

Die Gastgeber der CDU, Bürgermeister Christof Berger und Mitglieder vom Arbeitskreis Stehlesee innerhalb des Vereins Aktiver Hotzenwald, präsentierten dem Europaabgeordneten einige Projekte in der Gemeinde. An den Gast wurden aber auch aktuelle Sorgen und Nöte innerhalb der Gemeinde herangetragen.

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Beeindruckt zeigte sich der Gast von dem großen ehrenamtlichen Engagement, welches die Herrischrieder für ihre Gemeinde aufbringen. Schwab sagte dazu anerkennend: „Demokratie lebt vom Mittmachen.“

Projekt Stehlesee

Vorgestellt wurde dem Abgeordneten unter anderem das mit 114 500 Euro veranschlagte Projekt vom Arbeitskreis Stehlesee, das den Stehlesee nahe dem Freizeitzentrum noch attraktiver für Freizeitaktivitäten für die ganze Familie machen soll.

Rolf Dannenberger (rechts vorne) erklärte dem Europaabgeordneten Andreas Schwab (Mitte) das Projekt vom Arbeitskreis Stehlesee innerhalb des Vereins Aktiver Hotzenwald.
Rolf Dannenberger (rechts vorne) erklärte dem Europaabgeordneten Andreas Schwab (Mitte) das Projekt vom Arbeitskreis Stehlesee innerhalb des Vereins Aktiver Hotzenwald. | Bild: Charlotte Fröse

Die Gemeinde Herrischried steuert 20 000 Euro bei. Die Leader-Förderung des Landes Baden-Württemberg bewilligte für das Projekt eine Förderung von knapp 60 000 Euro. Die Europäische Union und das Land stellen Gelder für Projekte im Bereich bürgerschaftlich geprägter Regionalentwicklung unter Bürgerbeteiligung parat.

Ärztliche Versorgung

Vorgestellt wurde Andreas Schwab auch das Projekt der Kommune, bei dem die Gemeinde die Räume für eine Arztpraxis gekauft hat und sie für die Bedürfnisse der Ärzte nun umbauen und dann an die Ärzte vermieten will. Es sei wichtig, dass die Gemeinde wieder eine ärztliche Versorgung vor Ort bekomme, aber ohne die aktive Hilfe der Gemeinde ginge nichts, bedauerte Berger.

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Leider fiel die Gemeinde dabei schon zweimal durch die Maschen des Bewertungsverfahrens nach dem Leader-Gelder verteilt werden, wie Bürgermeister Berger bedauerte. Die Kosten belaufen sich für das Projekt auf rund 200 000 Euro und ohne Zuschüsse werde es eng, betonte Berger. Andreas Schwab konnte in dem Zusammenhang auch keine spontane Hilfe leisten.

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Schüler zeigen Interesse

Auch die achten Klassen der Herrischrieder Gesamtschule waren zum Termin an den Stehlesee gekommen. Einige Schüler nutzen die Gunst der Stunde und diskutierten in einer zeitlich kurzen Runde mit dem Europaabgeordneten vorrangig über Themen wie die trotz großer Proteste vom EU-Parlament beschlossenen Uploadfilter und deren Risiken und Nutzen sowie das damit verbunden Urheberrecht. Themen waren aber auch die Meinungsfreiheit, Mehrheitsentscheide oder die direkte Mitbestimmung der Bürger. Andreas Schwab hob besonders hervor: „Es darf keine Zensur in der Demokratie geben.“