Die Gemeinde Herrischried im Hotzenwald gilt als Sonnenterrasse des Südschwarzwaldes und somit als Ferienparadies. Vielfältige Freizeitmöglichkeiten ergänzen sich optimal mit einer einzigartigen Landschaft, deren Reiz aus einem Mix von Wäldern, Wiesen, Mooren und Weiden besteht.

Darin eingebettet sind die Ortsteile mit dem Kernort Herrischried als Zentrum. Dort befinden sich die Schule, Einkaufsgeschäfte und Gastronomie, das Rathaus sowie das Ferien- und Freizeitzentrum mit Eissporthalle, Skilift, Stehlesee und Minigolfanlage. Herrischried besitzt zudem das Prädikat „Luftkurort“, was die Gemeinde nicht nur für Aktive wie Wanderer oder Mountainbiker, sondern auch für Ruhesuchende attraktiv macht.

Was auch im Winter gilt: Drei Skilifte bieten Skispaß für Groß und Klein, während über 50 Kilometer Loipen den Langläufern zur Verfügung stehen. Für deren Pflege ist der Loipenverein Hotzenwald zuständig. Hinzu kommen gebahnte Winterwanderwege für Spaziergänge und Touren. Herrischried hat eben alles zu jeder Jahreszeit und bietet den Gästen viel Abwechslung. Auch wenn die Gemeinde im 20. Jahrhundert einen enormen strukturellen Wandel erlebt hat – ihren Charakter und Charme hat sie sich bewahrt. Herrischried ist nach wie vor eine ländliche Gemeinde, geprägt von sonnigen Hochflächen, windgeschützten Tälern und einer hohen Luftqualität.

Eine Säule des örtlichen Gewerbes bildet der Gewerbeverein Herrischried mit seinen rund 30 Mitgliedern. Er sieht sich als Interessengemeinschaft der Selbstständigen aus Handel, Handwerk, Gastronomie und Gewerbe, aber auch als Teil der Gemeinde Herrischried mit der Verantwortung, diese zu stärken und nach außen zu vertreten. 1991 gegründet, organisierte er einige bemerkenswerte Gewerbeausstellungen. Zu den Aktivitäten des Vereins zählen außerdem Vorträge, Fortbildung, Ausflüge. Ein Markenzeichen des Gewerbevereins ist das Frühlingsfest mit Gewerbeschau auf dem Le-Castellet-Platz geworden. Es muss dieses Jahr abgesagt werden.

Auch kulturell ist Herrischried gut aufgestellt. Dafür stehen die Musikvereine, die Festspielgemeinschaft Klausenhof und der Verein „Aktiver Hotzenwald“. Letzterer setzt sich für die Zukunft des ländlichen Raumes im Hotzenwald ein, schafft Räume der Begegnung, des kulturellen Austausches und des Miteinanders und fördert den sozialen Zusammenhalt in den drei Hotzenwald-Gemeinden Herrischried, Görwihl und Rickenbach. Das Freilichtmuseum Klausenhof im Ortsteil Großherrischwand, eines der ältesten erhaltenen Schwarzwaldhäuser, bildet die Kulisse für die Theateraufführungen der Festspielgemeinschaft Klausenhof. Sie macht Heimatgeschichte lebendig. Auf dem Gelände des Klausenhofs finden aber auch Märkte mit Kunsthandwerkern statt. Gegenüber führt Dirk Bürklin in seiner Werkstatt die Tradition der Glasbläserkunst fort.

Herrischried

Die Gemeinde Herrischried befindet sich im südlichen Schwarzwald auf einer Höhe von 850 bis 1050 Meter über Meer. Einwohner: rund 2700. Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden 1973 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Hogschür, Niedergebisbach, Rütte und Wehrhalden eingemeindet. Die Eingemeindung von Großherrischwand und Hornberg erfolgte 1974. Bürgermeister ist Christof Berger.

Informationen im Internet:
http://www.herrischried.de
http://www.gewerbeverein-herrischried.de

Ein Ausflug lohnt sich

Der Klausenhof in Großherrischwand ist eines der ältesten Schwarzwaldhäuser.<br /><em>Bild: Peter Schütz</em>
Der Klausenhof in Großherrischwand ist eines der ältesten Schwarzwaldhäuser.
Bild: Peter Schütz

In Herrischried finden sich einige bemerkenswerte Bauwerke, die immer einen Besuch Wert sind.

  • Die Ödlandkapelle: Sie wurde Im Jahre 1780 wurde von frommen Hotzenwälder Bauern zum Dank dafür, dass ihr Vieh von der Rinderpest verschont geblieben war, errichtet. Die Kapelle ist gut zu Fuß erreichbar. Sie befindet sich auf einer Anhöhe über Herrischried und lädt zur Rast ein.
  • Der Gugelturm: Der Aussichtsturm Gugelturm ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Mountainbiker und eines der markantesten Wahrzeichen des Hotzenwaldes. Er befindet sich auf der Gugel (996 Meter ü. Meer), einer Anhöhe zwischen Giersbach (Herrischried) und Engelschwand (Görwihl). Der Gugelturm ist ein beliebtes Wanderziel. Auf 30 Meter Höhe bietet er einen Ausblick über den gesamten Hotzenwald. Zur Aussichtsplattform gelangt man über eine Wendeltreppe mit 90 Treppenstufen aus verzinkten Stahlrosten.
  • Die katholische Pfarrkirche St. Zeno: Die erste, 1594 eingeweihte Kirche brannte 1828 ab. Der zweite Bau fiel 1849 wiederum einem Brand zum Opfer. Danach entstand der heutige Bau. Der Patron der Kirche ist der Heilige Zenon von Verona.
  • Das Hornbergbecken: 1975 wurde auf der Gemarkung Hornberg von Schluchseewerk AG das Hornbergbecken in Betrieb genommen. Es ist das Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Wehr. Das Hornbergbecken befindet sich auf rund 1050 Meter über Meer und gilt als höchstgelegene Stauanlage Deutschlands. Das 700 Meter lange und 300 Meter breite Becken hat die Form eines Stadions. Der Ringdamm ist teilweise begehbar und wird als Aussichtspunkt geschätzt.
  • Der Klausenhof: Das Freilichtmuseum Klausenhof im Ortsteil Großherrischwand ist ein historisches Bauernhaus mit Einrichtung, Sägewerk, Schmiede, Backhaus und Bauerngarten. Erbaut 1424 gilt es als eines der ältesten erhaltenen Schwarzwaldhäuser. Der Klausenhof war längere Zeit unbewohnt und drohte zu zerfallen. In einer aufwändigen Aktion wurde das Haus jedoch gerettet und als Freilichtmuseum eingerichtet.