Der Tisch war eher spärlich besetzt, als der Förderverein des Freilichtmuseums Klausenhof zur Hauptversammlung geladen hatte. Es war ein ruhiges, vom Wetter weniger begünstigtes Veranstaltungsjahr, auf das der Vorsitzende Helmut Eckert in seinem Jahresbericht zurückblickte. Das zeigte sich auch in geringeren Einnahmen aus Standgebühren bei den drei großen Märkten. Zudem fand 2017 kein Freilichttheater statt.

Die Besucher hat dies, wie es scheint, nicht abgeschreckt. Die Besucherzahlen erreichten mit 2333 nahezu den Vorjahresstand. Die Kulturveranstaltungen des Arbeitskreises Kultur uff‘m Wald im Wagenschopf und das Angebot, den Klausenhof für festliche Anlässe zu nutzen, nahmen rund 3000 Besucher wahr. Eine wie für dieses alte Haus geschaffene Veranstaltung ist die jährlich im Januar angebotene Stubenmusik mit dem Ehepaar Ross. Hier steigen die Besucherzahlen jedes Jahr, sodass im Jahr 2017 das erste Mal Platznot aufkam.

In einer Gedenkminute würdigten die Vereinsmitglieder die Verstorbenen. Eine große Lücke hinterlässt das Gründungsmitglied Werner Stoll aus Großherrischwand, dessen zweites Zuhause der Klausenhof gewesen sei, wie es Helmut Eckert formulierte. Ebenso verstarb mit Klaas Lakschewitz der Gründungsvorsitzende des Vereins. Der Verein verlor weitere aktive Mitglieder auf tragische Weise. Trotz dieser traurigen Anlässe kann der Verein dennoch optimistisch in die Zukunft schauen. Mit Martin Booz aus Großherrischwand konnte ein engagierter Freiwilliger für die Pflege der Wiesen- und Wegeflächen gefunden werden. Der Vorstand wurde einstimmig in seinen Ämtern bestätigt. Ein Nachfolger für Werner Stoll als zweiten Beisitzer wird noch gesucht.

Am 2. und 3. Juni findet, diesmal bei freundlichem Wetter, wie der Verein hofft, der Kunststückchen-Markt statt. Der Veranstalter wünscht zudem, dass am 14. Oktober zum Erntemarkt weder Glühwein noch Regenschirm gebraucht wird. Am Zweiten Adventswochenende sind die urigen Räume wieder Schauplatz des Weihnachtsmarkts.

Im Juli kommt Leben in den Klausenhof, wenn ab 7. Juli vier Wochen in Folge jeweils Samstag- und Sonntagabend Mundart-Theater auf der Freilichtbühne Klausenhof geboten wird. In diesem Jahr steht die Zeitreise ins 19. Jahrhundert unter Strom. In dem von Markus Manfred Jung geschriebenen Stück „Strom“ geht es um die Anfänge der Elektrizität auf dem Hotzenwald.

Verein und Hof

Aktuell zählt der Förderverein Freilichtmusem Klausenhof 100 Mitglieder. Sein Ziel ist die Belebung des Freilichtmuseums Klausenhof in Großherrischwand. Von Mai bis Oktober können Besucher den aus dem Jahr 1424 stammenden Hof und das umgebende Ensemble Mittwoch, Samstag und Sonntag, jeweils 14.30 bis 17.30 Uhr, genießen. Ein kleiner Café-Kiosk lädt dann zum Verweilen ein.