Rund drei Monate als neuer Bürgermeister von Herrischried liegen hinter Christian Dröse, acht Jahre liegen noch vor ihm. Einige Dinge konnte er in den ersten 100 Tagen im Amt bereits auf den Weg bringen, es liegen jedoch noch viele Projekte vor ihm und er hat noch viel vor. Er startete seine Amtszeit mitten in der Corona-Pandemie, was etliche Herausforderungen mit sich bringt.

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„Ich habe meinen Traumberuf gefunden“, berichtet Bürgermeister Christian Dröse. Er freue sich jeden Tag aufs Neue auf seine Arbeit und er könne es kaum erwarten ins Büro zu kommen, ergänzt er. „Die Aufgaben des Bürgermeisters sind größtenteils so wie ich erwartet habe, aber sie sind noch vielfältiger und unterschiedlicher“, berichtet er.

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Viel Arbeit habe das Thema Corona mit sich gebracht. Vor allem das Hygiene-Konzept und die Entwicklung des digitalen Buchungssystems, welches die Öffnung der Eissporthalle mit Hallenbad, zumindest für rund eine Woche bis zum neuerlich verordneten Lockdown, ermöglichte war gewaltig, aber dennoch nicht vergebens, da es auch später zum Einsatz kommen kann.

Eine positive Veränderung brachten die Vorkehrungen rund um Corona aber auch mit sich. So wurde der Eingang ins Rathaus mit einer neuen Sprechanlage ausgestattet, denn das Rathaus ist für die Bürger derzeit nur nach Voranmeldung offen. Keine starren Öffnungszeiten sieht Christian Dröse zudem als Zukunftsmodell, da dadurch Bürger individueller betreut werden könnten. Von den Mitarbeitern erfordere dies aber auch mehr Flexibilität, die sie ihm in einer Mitarbeiterversammlung bereits Anfang Oktober zugesichert haben.

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Auch weht ein neuer frischer und nach Farbe riechender Wind durch das Rathaus. Die Mitarbeiter der Eissporthalle wurden anlässlich der Schließung nicht in Kurzarbeit geschickt, sie halfen unter anderem bei den Renovierungsarbeiten im Treppenhaus des Rathauses mit, das nun hell und freundlich ist.

Einige größere Thema stehen bereits zur Erledigung und Weiterbearbeitung auf seiner Agenda. Da war zum einen das Großprojekt Schulhausneubau mit diversen Auftragsvergaben und Submissionen. Zudem führte er Gespräche mit Planern, um die Bebauungspläne für das Neubau- und Gewerbegebiet im Parallel-Verfahren endlich auf den Weg zu bringen. Weitere Schritte unternahm er auch im Bereich Breitbandausbau, wo er in Stuttgart ein Gespräch mit dem Staatssekretär Wilfried Klenk in Bezug auf die Förderung führte. Ein großer Brocken ist auch die weitere Erarbeitung der Abwasserkonzeption in Wehrhalden. Antrittsbesuche bei Bürgermeisterkollegen und Abgeordneten standen ebenso auf seiner Liste wie der Besuch von zwei Lehrgängen auf der Verwaltungsfachschule.

Im Bereich Tourismus übernahm Dröse unter anderem den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden der Hotzenwald Tourismus GmbH. Er nahm Einstellungen von Mitarbeitern für den Bauhof und das Hallenbad vor und drei Gemeinderatssitzungen fielen in seine kurze Amtszeit. Auch der erste Wintereinbruch wurde ohne Probleme gemeistert. Durch seine langjährige Tätigkeit im Herrischrieder Gemeinderat ist Dröse, was laufende Projekte anbelangt, bestens informiert, was oftmals eine Erleichterung darstelle, wie er selbst betont.

Vorfreude auf erste Trauung

Ein besonders schöner Anlass war die kürzlich erfolgte Feier zur Vergabe der Staufermedaille an Helmut Eckert, die auf Initiative von Dröse und der CDU zustande kam. Und da Christian Dröse kürzlich auch zum Standesbeamten ernannt wurde, darf er sich auf seine erste Trauung freuen, die im neuen Jahr stattfinden soll.

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Resümierend betont Christian Dröse: „Wir sind ganz nach meinem Wahlversprechen ‚Herrischried gemeinsam voranbringen‘, auf einem guten Weg. Die Bereitschaft dazu spüre er bei den Mitarbeitern, dem Gemeinderat und vielen Mitstreitern, die hinter ihm und seinem Ideen und Zielen stünden. Zudem habe er viele positive Rückmeldungen erhalten. Das Amt des Bürgermeisters habe für seine Familie, zumindest momentan, da durch Corona kaum Abendtermine anfielen, durchaus positive Auswirkungen. In seinem früheren Beruf als SAP-Berater sei er oft viel länger von zuhause weg gewesen, das habe sich sehr zur Freude der Familie nun geändert, berichtet Dröse.