Die Spielplätze der Gemeinde Hasel erregen die Gemüter. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates zu Wort gemeldet hat sich Richard Hollenweger, der an Informationspolitik und Zeitmanagement der Gemeindeverwaltung kein gutes Haar ließ.

Mit deutlichen Worten brachte er seine Verärgerung darüber zum Ausdruck, dass bei den Planungen zum neuen Spielplatz in der Hofstraße seit einem Jahr keinerlei Fortschritte festzustellen seien.

Rückblende

Die Planung des Spielplatzes in der Hofstraße war nötig geworden, weil der Eigentümer des Grundstückes in der Fuchshalde den Pachtvertrag mit der Gemeinde gekündigt hatte und somit der Rückbau des dortigen Spielplatzes nötig geworden war. Im August 2020 hatte der Gemeinderat einstimmig für den Neubau eines 1400 Quadratmeter großen Spielplatzes in der Hofstraße unweit des Bürgerhauses gestimmt. Einen Entwurf, der stark auf die Verwendung natürlicher Elemente setzt, steuerte die Landschaftsarchitektin Janine Mauth bei.

„Das zieht sich ja in eine Wahnsinnslänge“, stellte Hollenweger fest. Besonders erbost ihn, dass sich nichts weiterbewege, obwohl alle Voraussetzungen für das Projekt vorlägen. Finanzielle Mittel stünden zur Verfügung und viele Eltern seien bereit, Arbeitsleistung in das Projekt zu investieren. Er selbst wolle den Spielplatz finanziell unterstützen, so Hollenweger. Der Forst habe angekündigt, eine Absturzsicherung installieren zu wollen. Auf Nachfrage habe er dann jedoch erfahren müssen, dass die Arbeiten nicht beginnen könnten, weil die Gemeindeverwaltung das Grundstück noch gar nicht freigeräumt habe. „Die Informationspflicht der Gemeindeverwaltung findet nicht satt“, erboste sich Hollenweger.

Bürgermeister Helmut Kima war sichtlich irritiert vom forschen Auftreten Hollenwegers. Bürgerfragestunden seien „nicht dafür gedacht, Debatten zu eröffnen“, betonte er. Die Absturzsicherung habe die Forstbetriebsstelle als Arbeitsprojekt für Auszubildende durchführen wollen. „Es ist im Mai aber etwas dazwischengekommen“, so Kima. Energisch verwahrte er sich gegen den Vorwurf, der Bauhof sei untätig. Ein Blick auf eine „riesige Zahl an Überstunden“ beweise das Gegenteil.

Unterstützung erhielt Kima von Gemeinderätin Renate Scholz. Es seien viele tolle Projekt auf die Beine gestellt worden: „Ich habe großes Vertrauen, dass die Gemeinde auch einen Spielplatz auf den Weg bringt.“ Andeutungen anderer Ratsmitglieder deuteten eher darauf hin, dass Bedarf bestehe, das Thema Spielplatz auf die Tagesordnung einer der kommenden Gemeinderatssitzungen zu setzen.

Katja Stoißer regte an, auch die beiden anderen Kinderspielplätze in der Mittelbergstraße und auf der Wegscheide zu begutachten. Bürgermeister Kima zeigte sich offen: „Das ist etwas für eine Ortsbegehung an einem lauen Sommerabend.“