Kurios, aber formal korrekt: Der Gemeinderat Hasel musste in seiner jüngsten Sitzung über den eigenen Bauantrag eines neuen Spielplatzes abstimmen. Alle Ratsmitglieder stimmten für das Projekt an der Hofstraße. Bürgermeister Helmut Kima führte in die Thematik ein. Der Rückbau des Spielplatzes Fuchsheide mache den Neubau erforderlich. Wunschort für die Anlage sei eine insgesamt 1400 Quadratmeter große gemeindeeigene Fläche an der Hofstraße, nur einen Steinwurf vom Bürgerhaus entfernt.

Das könnte Sie auch interessieren

Grob skizzierte Kima das Gelände, vorne an der Straße die Stellplätze, die bleiben sollen, im hinteren Teil „ziemlich starker Bewuchs“, im Süden der Schlierbach sowie ein privater Reitplatz, in der Mitte rund 700 Quadratmeter Platz für Spielangebote. Dann übergab der Bürgermeister das Wort an die Landschaftsarchitektin Janine Mauth, die ebenfalls in Hasel in unmittelbarer Nähe zum geplanten Spielplatz lebt. Mit ihrem konzeptionellen Entwurf wolle sie den Kindern ein „möglichst vielfältiges Angebot“ schaffen. Zielgruppe seien dabei die Kinder vor allem im Alter von drei bis sechs Jahren. Bei ihnen sollen die Spielmöglichkeiten die Sinne ansprechen: hören, sehen, fühlen. Natürliche Elemente wie Steine, Holz und Wasser sollen diesen Anspruch erfüllen. Ein Sandspielplatz unter Bäumen werde das Buddeln im Schatten ermöglichen, flankiert von zwei Sitzbänken für die Eltern oder andere Besucher.

Das könnte Sie auch interessieren

Ausdrücklich gewünscht sei, dass die vorhandenen Spielgeräte von der Fuchsheide wiederverwendet und weitergenutzt werden können: die Schaukel, eine Wippe, außerdem eine Hangrutsche. Unter der jungen Linde könnten ferner Balancier- und Kletterstrecken angelegt werden mit Hackschnitzel-Untergrund als Fallschutz. Dadurch könnten sich die Kinder austoben und ihre Motorik werde trainiert, so Mauth. Ein Spielhaus unter den Bäumen diene den Kindern als Rückzugsort. Eine Totholzhecke solle die Böschung zum Bach abschirmen, Mauersteine mit Gucklöchern zum Reitplatz hin.

Das könnte Sie auch interessieren

Kima dankte der Landschaftsarchitektin und griff den Spielball auf. Der erste Schritt: „Wir brauchen eine Baugenehmigung.“ Angesichts der vierwöchigen Sitzungspause sei es wichtig, im Gemeinderat Einvernehmen festzustellen. Erst danach sollen Investitionen getätigt werden, allen voran die Absturzsicherung. „Wenn es gut läuft, können wir damit Mitte September beginnen“, bei Verzögerungen sei ein Baustart noch in diesem Jahr bereits fraglich. Zumal die Mitarbeiter des Bauhofes durch Eigenleistung beim Neubau des Bauhofs bereits ziemlich ausgelastet seien.

Das könnte Sie auch interessieren

Gemeinderat Matthias Feucht wollte wissen, ob eine Feuerstelle auf dem Spielplatz geplant sei. Dazu Kima: „An dem Standort können wir das nicht machen, schon wegen der umliegenden Bebauung.“ Peter Schalajda bekundete, er sei froh über das Spielplatzkonzept. Andreas Reimann fragte, ob auch Angebote für ältere Kinder geschaffen würden. Janine Mauthe antwortete, dass die Klettermöglichkeiten sicher auch von älteren Kindern noch gerne genutzt würden. Über die Kosten will man sich unterhalten, sobald die Baugenehmigung vorliegt.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €