Seit Oktober 2018 trifft sich regelmäßig eine kleine ehrenamtliche Arbeitsgruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, zum 1200-jährigen Bestehen der Gemeinde eine neue Ortschronik herauszugeben. Dabei ist die AG bisher davon ausgegangen, dass Hasel – so wie in allen bisherigen Chroniken dargestellt – erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 820 erwähnt wurde.

Erst vor zwei Jahren wies der ehemalige Geschichtsprofessor Klaus Schubring, der von der Arbeitsgruppe für die neue Chronik um einen Aufsatz gebeten worden war, darauf hin, dass die Urkunde im Archiv des Klosters St. Gallen „entsprechend der letzten vollständigen wissenschaftlichen Ausgabe“ zweifellos auf den 27. Juni 821 zu datieren ist.

Größere Feste wohl nicht möglich

Zu diesem Zeitpunkt hatten sich bereits Vertreter der örtlichen Vereine zu ersten Vorbereitungssitzungen für eine Jubiläumsfeier im Jahr 2020 getroffen. Die Vereine und der Gemeinderat entschieden sich der neuen Erkenntnis folgend, das Festwochenende auf diesen Sommer zu verschieben.

„Leider muss man derzeit aber davon ausgehen, dass aufgrund der Pandemie auch in diesem Juli Veranstaltungen wie zum Beispiel der geplante historische Markt rund um den Dorfplatz nicht möglich sein werden“, heißt es in einem Beitrag der AG von Karlfrieder Mattes, Clemens Wittwer und Bürgermeister Helmut Kima.

Die Initiative der Arbeitsgruppe Ortschronik ist dagegen weit fortgeschritten und das Dorf kann sich zumindest auf die Herausgabe eines neuen, mehr als 230-seitigen Buches über wichtige Themen der Dorfgeschichte in ähnlichem Erscheinungsbild wie die letzte „Ortschronik Hasel 2005“ freuen. Geplant ist, das Buch zum exakten Jubiläumsdatum, also zum 27. Juni 2021 der Öffentlichkeit zu präsentieren.