Zum Ende der Bewerbungsfrist am Montagabend um 18 Uhr sind zwei weitere Briefe mit Bewerbungsunterlagen in den Hasler Rathausbriefkasten geworfen worden: Zum Kreis der bislang drei Kandidaten gesellten sich auf den letzten Drücker noch Meik Christen aus Steinen-Hofen und – ein doppeltes Novum – in Melanie Kohlbrenner die erste Frau und die einzige Kandidatin aus Hasel in der Runde der Aspiranten, die sich bei der Wahl am 2. Oktober um die Nachfolge von Amtsinhaber Helmut Kima bewerben. Kima tritt nach 24 Jahren im Amt nicht mehr an.

Immobilienverwalterin und Gemeindearbeiter

Melanie Kohlbrenner ist laut Pressemitteilung der Gemeinde Immobilienverwalterin, Meik Christen ist Gemeindearbeiter in Hasel und gelernter Stuckateur. Er fungiert auch als Höhlenwart im Höhlenverein. Bereits registriert sind die Kandidaten Frank-Michael Littwin aus Schopfheim, Samuel Speitelsbach aus Ravenstein im Odenwald und Frank Tschany aus Bühl im Landkreis Rastatt. Littwin ist 50 Jahre alt, wohnt in Schopfheim. Er ist verheiratet und Vater einer 17-jährigen Tochter. Nach einer Verwaltungsausbildung bei der Stadt Weil am Rhein und beruflichen Stationen beim Landratsamt Lörrach sowie den Städten Kandern und Lörrach ist er seit dem Jahre 2012 als Amtsleiter des Bürgerbüros bei der Stadtverwaltung Rheinfelden tätig. Er ist außerdem seit der Kommunalwahl 2019 Ortsvorsteher in Herten.

Zwei Kandidaten bewarben sich schon mehrfach

Samuel Speitelsbach gilt als umstrittener Dauerkandidat, der sich bereits in mehr als 100 Kommunen für das Bürgermeisteramt beworben hat. Über ein paar vereinzelte Stimmen kam er dabei nicht hinaus. Meist stand gar eine Null vor dem Komma, wenn es um die prozentuale Verteilung der Stimmen ging. Während seiner Kandidatur in Baiersbronn liefen Anzeigen gegen Samuel Speitelsbach wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Er hatte laut Presseberichten in einer seiner Broschüren Adolf Hitler als „Propheten“ und Eva Braun als „Göttin“ bezeichnet. Verurteilt wurde er deswegen nicht, das Verfahren wurde eingestellt. Frank Tschany hat sich bereits erfolglos in Schwanau und in Lauf im Ortenaukreis beworben. Der 49-jährige Zeitungszusteller war bei seinen Wahlkampfauftritten mit Schwerpunkten in sozialen Themen aufgefallen. Er setze sich außerdem für Tierschutz ein.

Erreicht bei der Wahl am 2. Oktober keiner der vier Bewerber mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen, gibt es am 23. Oktober einen zweiten Wahlgang.