Die erste Sitzung des Hasler Gemeinderates im Jahr 2021 könnte die vorerst letzte gewesen sein. Bürgermeister Helmut Kima deutete an, angesichts des besorgniserregenden Pandemieverlaufes öffentliche Gemeinderatssitzungen vorerst ganz auszusetzen. Die jüngste Sitzung diente hauptsächliche dem unaufschiebbaren Satzungsbeschluss über den Haushaltsplan 2021, der die einstimmige Zustimmung des Gremiums fand.

Eindringlicher Appell

Die Worte des Hasler Bürgermeisters zum Jahreswechsel wurden zum eindringlichen Appell an die gesamte Einwohnerschafts Hasels: „Wir müssen durchhalten und weiterhin auf die Zähne beißen, wenn es eine Verlängerung des Lockdowns gibt“, betonte Kima. Entgegen der bisherigen Gewohnheit der Verwaltung, im Interesse des Schutzes von Betroffenen auf die Veröffentlichung von statistischen Daten zu verzichten, gab Kima einen Rückblick auf den Pandemieverlauf in der 1100-Einwohner-Gemeinde. Während des ersten Lockdowns von Mitte März bis Mitte April seien drei Infektionen zu verzeichnen gewesen. Einer dieser Fälle hat laut Kima einen „tragischen Verlauf“ genommen.

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In fünf Fällen seien enge Kontaktpersonen festgestellt worden, über die von Amts wegen eine Quarantäne verhängt worden sei. Relativ entspannt habe sich die Situation zwischen Mai und September dargestellt, ab Oktober sei dann wieder eine Zunahme festzustellen gewesen. 15 Personen seien aus dem schulischen Bereich als engere Kontaktpersonen registriert und unter Quarantäne gestellt worden, keiner von ihnen war aber infiziert.

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Im Monat November seien vier Infizierte und acht Quarantänefälle, im Dezember 13 Infizierte und 27 Quarantänefälle festgestellt worden. Auf eine Verbesserung der Situation lasse nun der Monat Januar hoffen, in dem es bisher laut Kima noch vier Infektions- und fünf Quarantänefälle gab. Helmut Kima zeigte sich darum bemüht, Optimismus zu verbreiten: „Die Lage beruhigt sich deutlich“. Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie konnte er freilich nicht machen. Zu den Kontaktbeschränkungen gebe es nun mal keine Alternative. „Zu rechnen ist 2021 sogar mit noch einschneidenderen persönlichen Einschränkungen“, meinte er.

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Einstimmig votierte das Gremium für den Satzungsbeschluss, den die Verwaltung am Montag über den Haushalt zur Abstimmung vorlegte. Nicht überraschend war dabei der Fehlbetrag, der in den letzten Sitzungen des vergangenen Jahres bereits bekannt gegeben worden war. Das Minus im Ergebnishaushalt beläuft sich auf 99.000 Euro. Angesichts der Krisensituation hatte die Hasler Verwaltung beschlossen, trotz angespannter Haushaltslage auf eine Anhebung von Steuern und Gebühren in diesem Jahr zu verzichten, dabei blieb es nun auch.