Hasel – Das Quintett „Safer Sax“ gab am Sonntag ein einstündiges Konzert in der Haseler Erdmannshöhle, zu dem rund einhundert Personen – von Rheinfelden bis ins schwäbische Nürtingen – angereist waren.

Die fünf Musiker, die alle im Kreis Waldshut aufgewachsen sind und in verschiedenen Bands mitspielen, sind seit über 20 Jahren in dieser Besetzung zusammen. Eines wurde schnell klar: Ein Saxophon ist nicht automatisch gleichzusetzen mit Jazz. Ob es sich nun um „Lady Madonna“ von den Beatles handelte, um „Mein kleiner grüner Kaktus“ (mit Gesang durch Roland Mutter) oder das „Schwarzwälder Maidli“, welches als Zugabe gespielt wurde, die Musiker zeigten einen Reichtum an Melodien und Musikarten.

Manches davon wurde durch Improvisation ein wenig verjazzt. Ein Höhepunkt war „Music“ von John Miles. Immer wieder wurde mit verschiedenen Saxophonen musiziert: Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon waren zu hören und damit auch verschiedene Höhen. Während sich beim Baritonsaxophon, das von Simone Losch gespielt wurde, oft die sehr dunklen Töne hervortaten, waren es beim Sopransaxophon, das von Johannes Schlegel gespielt wurde, die hohen Töne. Manchmal war es schwer, herauszuhören, ob nun Tenor- oder Baritonsaxophon die Töne spielen, genauso ging es bei Tenor- und Altsaxophon. Immer wieder gab es Phasen, bei denen die Instrumente miteinander verschmolzen. Dann wieder wurde mehrstimmig gespielt und es war gut zu erkennen, wer gerade mit seinem Instrument gerade welche Melodie spielte. Bei „Just the way“ spielte Andreas Schlegel mit dem Tenorsaxophon ein Solo.

Kleine Soli aller Musiker kamen auch bei anderen Stücken vor, zum Beispiel bei „I feel good“. Neben der Musik zeigten die Künstler Showeinlagen und Gesangparts. Gleich zu Beginn gab es etwa so eine kleine Einlage, als Andreas Schlegel hinter den Musikern stand und die Griffe spielte. Die anderen machten den Rest. Kein Wunder also, dass die Gäste – darunter der Fanclub, der zu fast jedem Konzert mitfährt – Zugabe forderten. Ihnen gefiel besonders das breite Spektrum an Musik, die tolle Atmosphäre und Akustik und die raumausfüllenden Instrumente.