Fahrzeug- und Zeitgeschichte-Nostalgie in Kombination mit Blasmusik und zünftiger Verköstigung lockte bei herrlichem Spätsommerwetter auch 2017 die Menschen in rekordverdächtiger Zahl zum schon 27. Oldtimertreffen des Musikverein Hasel am letzten Sonntag im September. „Dass so viele Menschen kommen würden, sowohl solche mit Oldtimern aller Art wie auch Nur-Besucher, haben wir nicht erwartet,“ sagte ein hochzufriedener Organisator Volker Maier. Rekord hatte die Zahl der präsentierten Oldies. An die 600 dürften es wohl gewesen sein. 450 meldeten sich an, nicht wenige musste man gegen Mittag bitten zu warten, bis unten beim Dreschschopf wieder Plätze frei wurden.

Natürlich freute den umsichtigen Organisator des Oldtimer-Treffs genauso wie Musikverein-Vorsitzenden Matthias Senger am ersten Sonntag im kalendarischen Herbst 2017, gleichzeitig dem Bundestagswahltag, der ebenso rekordverdächtige Zuspruch an Besuchern trotz einer stattlichen Konkurrenz von anderen Veranstaltungen in der Region.

Senger zeichnete mit seinen Musikverein-Kollegen, aber auch anderen Helfern aus dem Dorf für den Teilaspekt „Verköstigung“ im Dreschschopf verantwortlich. Dort hatten die Gastgeber enorm zu tun. Nicht nur sie waren indessen gefordert. Vorne auf dem Parkplatz vor der Erdmannshöhle waren die Hasler Feuerwehrleute darum bemüht, die Anreisenden mit Parkflächen zu versorgen. Gleich dahinter nach dem Eingang zur Höhle standen die ersten alten Fahrzeuge, überwiegend Autos und zu nostalgischen Wohnmobilen umgebaute Kleinbusse, die den Flair von „Flower Power“ und -mit entsprechenden Aufklebern- von grünen AKW-Nein-Danke- Pionierzeiten versprühten.

Auf dem weiteren Weg zum Dreschschopf präsentierten die Oldtimer-Enthusiasten ihre alten Automobile – alle in die Jahre gekommen, von ihren Besitzern aber mit viel Liebe und Sachverstand instand gehalten und gepflegt. Echte Schmuckstücke waren sie alle in Hasel, auch die neben dem Dreschschopf gezeigten alten Motorräder. Auch alte Fahrräder gab es dieses Jahr zu sehen und zu bestaunen. Aus diesem Teilnehmerkreis kam auch das älteste Gefährt, ein 200 Jahre altes Holz-Laufrad aus dem Jahr 1817, Modell Oppenau.

Besonders stark vertreten war das Oldtimer-Segment mit den „Oldies“ aus dem Bereich Land- und Forstwirtschaft in diesem Jahr. Dieser Teil der Schau befand sich hinter dem Dreschschopf und mehrere Hundert Meter dem Waldrand entlang in Richtung Wehr. Dort hatten die Veranstalter auch Bewirtungsgarnituren aufgebaut, so dass auch die Gäste, die drinnen im Dreschschopf keinen Platz fanden, Speis und Trank in gemütlichem Rahmen, im Sitzen eben, einnehmen konnten. Auch Verkaufsstände mit allerlei Zubehör rund um Oldtimer-Enthusiasmus befanden sich dort und auch andernorts auf dem weitläufigen Areal.

Im Dreschschopf selbst gab es nicht nur Verköstigung durch den Musikverein, sondern auch zünftige Unterhaltung blasmusikalischer Art, einmal durch den Frühschoppen mit der Feuerwehrmusik Mambach und am Nachmittag mit dem Musikverein Rohmatt und dem Akkordeonorchester Wehr.