Hasel Neue Petition gegen die Windparks Hasel und Gersbach

Rund 120 Windkraftgegner aus Schopfheim-Gersbach und Umgebung lassen nicht locker: In einer Petition wenden sie sich nun an den baden-württembergischen Landtag.

Die Windkraftgegner haben sich zum Verein „Windkraftgegner in und um Gersbach gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften" zusammengschlossen. Sie verlangen vom Landtag die Aussetzung der Genehmigungen für die beiden Windparks in Hasel (noch in Planung) und Gersbach (schon in Betrieb). Begründung: Ein Gutachten zur Situation des Rotmilans habe ergeben, dass es Gründe gibt, die artenschutzrechtlichen Untersuchungen anzuzweifeln, auf die sich das Landratsamt Lörrach bei seinen beiden erteilten Genehmigungen gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz stützt.

Das Gutachten, erstellt vom Büro Lang (Zell-Gresgen) habe zweierlei aufgezeigt. Erstens: Die Datenbasis, auf deren Grundlage die artenschutzrechtlichen Untersuchungen erfolgten, sei lücken- und mangelhaft gewesen. Damit aber seine die Feldbeobachtungen, die sich auf diese Datenbasis stützten, ebenfalls unzureichend. Zweitens: Eigene Untersuchungen des Büros hätten deutliche Hinweise darauf geleifert, dass sich im Bereich beider Windparks sogenannte Dichtezentren befinden, also Gebiete mit reger Brutaktivität des Rotmilans. Für solche Gebiete aber sind die Hürden für Windkraftanlagen deutlich höher, da in diesen Gebieten damit zu rechnen ist, dass von Windkraftanlagen ein signifikant erhöhtes Tötungsrisiko ausgeht. Ein Betrieb von Windkraftanlagen in Dichtezentren ist nur unter großen Auflagen oder gar nicht möglich.

Weil einige Horste im vergangenen Jahr allerdings erst nach dem Brutzeitraum entdeckt worden seien, haben die Windkraftgegner das Büro für dieses Jahr erneut mit einer Untersuchung beauftragt, um nachzuweisen, dass es sich hier nicht nur – so der aktuelle Stand – mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Dichtezentren handelt, sondern dass es sich einwand- und zweifelsfrei um solche handelt.

Die „Windkraftgegner bitten den Landtag von Baden-Württemberg nun , die Genehmigung für den noch zu bauenden Windpark Glaserkopf (Hasel) aussetzen, bis die Dichtenzentren-Prüfung vollständig abgeschlossen ist. Auch die Genehmigung für den Windpark Rohrenkopf (bereits gebaut, teilweise in Betrieb) ebenfalls auszusetzen.

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