Über zwei Bauanträge und eine Bauvoranfrage hatten die Gemeinderäte in der Sitzung am Montagabend zu entscheiden. Die Beratung über den Haushaltsplanentwurf 2020 wurde indes verschoben.

Haushalt 2020

Verschoben wurde von der Verwaltung die geplante Vorstellung des Haushaltsplanentwurfes für das Jahr 2020. Man werde diesen in der nächsten Gemeinderatssitzung, vermutlich schon in zwei Wochen, vorstellen können. Beraten darüber werde man dann in der ersten Sitzung im neuen Jahr, sagte Bürgermeister Helmut Kima.

Er verwies schon jetzt darauf, dass der Finanzhaushalt für das Jahr 2020 schwierig werde, da die Ausgaben steigen und die Einnahmen vermutlich eher zurückgehen würden. Anschaffungen bei der Ausrüstung für die heimische Feuerwehr seien aber auf jeden Fall vorgesehen, so das Dorfoberhaupt, da hier einiges nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand sei.

Bauanträge

Einstimmig grünes Licht gaben die Räte dem Bauantrag für den Neubau eines Wohnhauses „im Zinken“. Hier werde im innerörtlichen Bereich eine Baulücke geschlossen und es gebe keine baurechtlichen Bedenken, sagte Bürgermeister Kima dazu. Keine Einwendungen signalisierte die Verwaltung auch für die halbseitige Aufstockung eines Wohnhauses und Ausbau des Dachgeschosses an der Glashütterstraße zu Wohnraum. Auch hier gebe es keine baurechtlichen Bedenken, sagte Kima, und das Gremium stimmte auch hier ganz klar der Neuschaffung von Wohnraum zu.

Kopfzerbrechen bereitete den Räten hingegen die Bauvoranfrage einer Schopfheimer Wohnbaufirma, die „Am Stülzerbühl“ zwei Mehrfamilienhäuser mit je sechs Wohneinheiten und Tiefgarage mit 14 Stellplätzen erstellen möchte. Es bestünden zwar keine planungsrechtlichen Bedenken, erklärte Kima hier, aber die Bauvoranfrage liege nicht im überplanten Innenbereich. Da man aber Wohnraumbedarf habe und auch im ländlichen Bereich auf eine verdichtete Bauweise geachtet werde, begrüße die Verwaltung dieses Bauvorhaben.

Die Gemeinderäte Peter Schalajada und Matthias Feucht meldeten jedoch Bedenken hinsichtlich des Geländes an, da zur Bauvoranfrage kein Bodengutachten vorliege. Gemeinderat Christian Rooks vermisste hier detaillierte Ansichten zur Höhe der Gebäude. Und Gemeinderätin Renate Scholz hielt die dreigeschossigen Neubauten für überdimensioniert. Dem Vorschlag von Bürgermeister Kima folgend, dass die Wohnbaufirma innerhalb zwei Wochen detaillierte Ansichten nachreiche und dem offiziellen Bauantrag dann ein Bodengutachten beifüge, stimmte das Gremium dann klar für eine Verschiebung der Bauvoranfrage. Zum Stopp des Breitbandausbaus erklärte Kima, man werde dafür sorgen, dass die Baustelle wintersicher gemacht werde.