Auf ein „zufriedenstellendes Jahr", wie Bürgermeister Helmut Kima mit Untertreibung sagte, könne die Gemeinde auf 2018 zurückblicken – und auch die Aussichten für 2019 seien „nicht schlecht“. Auch hier untertrieb das Dorfoberhaupt beim diesjährigen Bürgerempfang am Freitagabend nicht schlecht. Schließlich hat Hasel in den vergangenen Jahren Rücklagen aufgebaut, die inzwischen die Höhe der Schulden übersteigen. Kima nahm beim Empfang auch Ehrungen verdienter Bürger vor.

Breitbandausbau vor Start

Die Gemeinde stehe mit einem gesunden Polster da, was ermögliche, die anstehenden Investitionen beruhigt anzugehen, sagte Bürgermeister Kima im so gut wie voll besetzten Bürgersaal zuversichtlich.

Man habe 2018 kommunalpolitisch zwar nur kleine Projekte verwirklicht, aber mit konkreten Planungen die Weichen für zukunftsorientierte Projekte gestellt. Kima verwies dabei besonders auf den jetzt beginnenden Breitbandausbau, das Neubaugebiet Kaiden und den neuen Bauhof. Während 2018 das 150-jährige Feuerwehr-Jubiläum der Höhepunkt im dörflichen Vereinsleben war, zeigten die 55 Aktivitäten im Veranstaltungskalender für 2019 auf, dass auch in diesem Jahr das Vereins- und Kulturleben nicht zu kurz kommen werde.

Auszeichnung für Blutspender

„Ich bin ganz arg froh“, betonte Helmut Kima, „dass es in unserem Dorf genügend Bewohner gibt, die mit ihrem Engagement zur Stärkung unserer Dorfgemeinschaft beitragen“. Und damit war er bei den zahlreich anstehenden Ehrungen. Er sei stolz darauf, so Kima, dass er jedes Jahr zahlreiche Blutspender aus dem Dorf ehren könne. Im Auftrag des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg überreichte das Dorfoberhaupt Eva Saaler, Heike Suhr und Kai Saaler für zehnmaliges Blutspenden eine Ehrennadel mit Urkunde. Man müsse dankbar sein, dass es Blutspender gebe, die im Dienste der Allgemeinheit vorbildlich handeln, unterstrich Kima die Auszeichnung.

Ehrung langjähriger Gemeinderatsmitglieder

Eher seltene Ehrungen durfte der Rathauschef dann für langjährige Gemeinderatsmitglieder vornehmen. Die Ehrennadel des Gemeindetages Baden-Württemberg erhielten Albert Senger und Stefan Keßler für ihre nunmehr 20-jährige Zugehörigkeit zum Hasler Gemeinderat. Beide wurden 1999 erstmals gewählt und 2004, 2009 und 2014 jeweils wiedergewählt und seien zudem ehrenamtliche Bürgermeister-Stellvertreter, erläuterte das Dorfoberhaupt. Erstmals gewählt wurde 2009 Matthias Feucht, der 2014 eindeutig bestätigt wurde und damit seit zehn Jahren dem Hasler Ratsgremium angehöre.

Sportlerehrungen

Mit Stolz könne man auch wieder herausragende Sportler aus dem Dorf für ihre außergewöhnlichen Leistungen auszeichnen, so der selbst sportliche Bürgermeister. Allen voran nannte er wieder den Extrem-Radsportler Kai Saaler, der 2018 im italienischen Finale Ligure das härteste 24-Stunden Mountainbikerennen der Welt in der Gesamtwertung gewonnen hat.

Dass die Hasler auch mit kleinen runden Bällen umgehen können, bewiesen die weiteren Sportlerehrungen. Im Tischtennis hätten Talea Ebert, Celina Schmidt und Manuel Raimann jugendliche Bezirksmeistertitel errungen, erklärte Kima. Mit Steffen Hübbers und Jonas Suhr stellte der TTC Hasel im Herren-Doppel den Bezirksmeistertitel und mit Jonas Suhr hätte zudem als Novum erstmals ein Hasler auch im Herren-Einzel als Bezirksmeister triumphiert. Beeindruckende Leistungen hätte aber auch der Tennisclub Hasel zu verzeichnen. Bei den Senioren seien Kurt Maier und Karl Erhardt in den Verbandsspielen ungeschlagen geblieben und hätten somit ihren Mannschaften zum Liga-Meister und Aufstieg verholfen, unterstrich Kima respektvoll deren sportliche Leistung im Rentenalter.

Unterhaltsames Programm

Musikalisch umrahmt wurde der Bürgerempfang vom Duo „Sommerwind“ mit Linda Runge aus Bad Säckingen (Gesang) und Franziska Groß aus Wehr (Gesang, Gitarre), die nach beeindruckenden Auftritten mehrere Zugaben geben mussten. Der Dank des Rathauschefs galt abschließend den Mitgliedern des Gemeinderates, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde, den Vertreterinnen und Vertretern der Hasler Vereine und Organisationen, die allesamt Wichtiges für die Dorfgemeinschaft leisteten. Die Spenden für das vom Gemeinderat angerichtete Häppchen-Buffet werden an den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg gehen.