Bürgermeister Helmut Kima berichtete in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats Hasel Erfreuliches: Das Projekt Neubau des Bauhofs Hasel wird mit insgesamt rund 360 000 Euro gefördert, davon 250 000 Euro aus dem Ausgleichsstock. Mit den Förderzusagen nimmt das Projekt eine erste große Hürde. Der geplante Neubau des Bauhofs Hasel unterhalb des Feuerwehrgerätehauses hat ein Gesamtvolumen von rund 600 000 Euro. Auch Personalangelegenheiten im Rathaus waren Thema.

Aus dem Ausgleichsstock des Regierungspräsidiums Freiburg fließen zwar 50 000 Euro weniger als beantragt, aber das sollte die Freude im Gemeinderat nicht schmälern. Weitere Mittel fließen aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Da der geplante Neubau überwiegend den Baustoff Holz nutzt, stockt das Ministerium die übliche Förderung von 15 Prozent der Nettokosten auf 20 Prozent auf. Somit kommen der Gemeinde Hasel aus diesem Topf nochmals rund 110 000 Euro zugute.

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Kima umriss für die neuen Gemeinderäte kurz die Eckpfeiler des Projektes. Gegenübergestellt wurden zu Beginn die Vor- und Nachteile einer Sanierung des jetzigen Bauhofs sowie des Neubaus. Der alte Bauhof ist laut Verwaltung ein „sehr verwinkeltes Gebäude, das keine funktionellen Lagerflächen bietet“. Berechnet wurde eine Einfachsanierung ohne Erneuerung des Dachstuhls mit geschätzten Kosten von 300 000 Euro. Dieses Geld könne aber an der fehlenden Funktionalität des Gebäudes nichts ändern und zudem könnten keine Fördermittel abgerufen werden. Der jetzige Bauhof sei nun einmal „ein umgebauter Stall“, erklärte Bürgermeister Helmut Kima.

Die Vorteile des Neubaus hätten überzeugt: Auf den Bedarf des Bauhofs abgestimmt – wie zum Beispiel ein Salzsilo statt Säcken –, funktional in der Bauweise und mit einem Obergeschoss als Lagerfläche für die „nahezu gleichen Kosten“. Als Bonus könne die frei werdende Fläche einer anderen Nutzung in der Dorfgemeinschaft zugeführt werden und biete eine „schöne Perspektive für den Ortskern“. Weitere Schritte sind die Änderung des 15 Jahre alten Bebauungsplans, der bis jetzt nur eine Nutzung für kulturelle und sportliche Nutzung vorsieht, und das Baurechtsverfahren.

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Bürgermeister Kima verpflichtete außerdem Renate Scholz und berichtete von weiteren Personalangelegenheiten. Tamara Fessler wird das Sekretariat des Bürgermeisters übernehmen, Mike Christen rückt für Bernd Häfele im Bauhof nach.

In der Bürgerfragestunde wurde das Thema Fußgängerweg zur Grundschule erneut angesprochen. Derzeit müssen die Schüler die Hauptstraße zweifach kreuzen. Da die benötigten Grundstücke alle in privater Hand sind, zeichnet sich laut Kima keine schnelle Lösung ab. Die Hangrutschung eines Wirtschaftswegs wird den Rat noch länger beschäftigen. Die schwierige Lage und der Untergrund schrauben die Kosten einer Hangsicherung auf rund 250 000 Euro. Eine normale Bepflanzung bringe zu viel Gewicht mit sich. Kima sagte zu, sich nach der Möglichkeit einer Bepflanzung mit Böschungsmatten zu erkundigen. Gemeinderäte fragten nach dem Rückschnitt an der Böschung des Mühlkanals. Kima bestätigte, dass die Gemeinde einmal jährlich die Böschung mulcht.