Mit Doris und Jürgen Dittler hat Hasels Bürgermeister Helmut Kima im Gemeinderat am Montag die zwei neuen kommunalen Inklusionsvermittler für die Gemeinde vorgestellt. Ziel und Aufgabe des Ehepaares aus Maulburg ist es, Menschen mit Behinderung bei entsprechenden Anliegen im Alltag zu beraten und deren Interessen zu vertreten. Man könne mithelfen, dass es in Zukunft ein besseres barrierefreieres Leben in Hasel gebe.

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Um als Inklusionsvermittler tätig zu sein, hat sich das Ehepaar in einem Seminar für die neue Aufgabe qualifiziert, erklärte die 61-jährige Doris Dittler. Für die Einführung von kommunalen Inklusionsvermittlern habe es von Land und Landkreis, die die Inklusion vorantreiben, Unterstützung gegeben. Als Entlohnung erhalten die Eheleute als ehrenamtlich tätige kommunale Inklusionsvermittler lediglich eine Fahrtkostenerstattung und eine Ehrenamtspauschale. In ihrer neuen Aufgabe betreut das Ehepaar neben Maulburg und Hausen nun auch Hasel.

Blick für alltägliche Dinge schärfen

Der 62-jährige Jürgen Dittler lebt seit seiner Kindheit mit den Folgen einer Kinderlähmung und sitzt seit einigen Jahren, nach einem Unfall, im Rollstuhl. Seine Aufgabe sieht er auch darin, den Blick für die ganz alltäglichen Barrieren zu schärfen. Wenn es beispielsweise um Bauvorhaben bei öffentlichen Gebäuden, Einrichtungen oder um behindertengerechte Parkplätze gehe. Hier könnten kommunale Inklusionsvermittler wichtige Impulse geben, sagte Jürgen Dittler.

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Man möchte aber hauptsächlich Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung sein. Dabei sei man aber auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen, da man aus Datenschutzgründen nicht mit Betroffenen selbst Kontakt aufnehmen dürfe. Bürgermeister Helmut Kima versicherte, dass man dankbar sei, bei Bedarf die Hilfe der ortskundigen und kompetenten neuen Inklusionsvermittler in Anspruch nehmen zu können, wenn es um öffentliche Einrichtungen gehe.

Gemeinderat Peter Schalajda verwies in diesem Zusammenhang auf den für Rollstuhlfahrer schwierig zu befahrbaren Kiesweg bei der Kirche in Hasel.