Große Trauer um Inge Nestle: Die Pfarrerin im Ruhestand ist am Sonntag im Alter von 85 Jahren gestorben. Die Theologin war 18 Jahre lang Pfarrerin in Hasel und hat sich auch im Ruhestand sehr stark im kirchlichen und sozialen Leben eingebracht, unter anderem bei Führungen in der Alten Kirche St. Michael in Schopfheim.

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Nestle wurde am 27. Januar 1935 in Hannover geboren und machte dort Abitur zu einer Zeit, als das für Frauen noch nicht selbstverständlich war. Sie hat in Göttingen, Tübingen und Berlin Theologie studiert. Während des Studiums in Berlin lernte sie ihren späteren Ehemann Dieter Nestle kennen. 1962 zog das Ehepaar nach Marburg, wo Dieter Nestle eine Pfarrstelle antrat. 1973 kam die Familie nach Schopfheim, da Dieter Nestle als Dozent an die Pädagogische Hochschule Lörrach berufen wurde.

Stark verwurzelt mit den Menschen im Dorf

Als die Kinder etwas älter waren, wurde Inge Nestle 1978 Pfarrerin in Hasel, wo sie bis zu ihrem Ruhestand 1996 tätig war. Die Pfarrerin war ihrer Kirchengemeinde stets eng und liebevoll verbunden, engagierte sich für den Bau des Gemeindezentrums und Kindergartens, war sehr stark verwurzelt mit den Menschen im Dorf. Immer den Menschen zugewandt, immer auf die Bedürfnisse der Menschen eingehend, das war Inge Nestles Bestreben als Pfarrerin, ob in den Predigten, im Konfirmandenunterricht oder in anderen seelsorgerischen Bereichen.

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Sie setzte sich im Vorstand auch aktiv für die Tagungsstätte Schloss Beuggen ein. 1996 ging sie in Ruhestand. Bei ihrer Verabschiedung wurde sie als erste Frau der Gemeinde zur Ehrenbürgerin ernannt. Fortan wohnte sie mit ihrem Ehemann, der 2002 gestorben ist, in Schopfheim, und machte auch Vertretungen bei Gottesdiensten in Hasel und in anderen Gemeinden. Die Verbindung zu ihrer Wirkungsstätte Hasel hat Inge Nestle immer beibehalten.

Engagiert für Kirche in Schopfheim

Sie hielt auch Vorträge nicht nur zu kirchlichen Themen im Schopfheimer Seniorenzentrum Schärers Au. Und sie engagierte sich stark in der Alten Kirche St. Michael in Schopfheim, wo sie spezielle Themenführungen machte. Von Anfang an gehörte Inge Nestle zum Kreis derjenigen, die Führungen in der Alten Kirche anboten, sie hat sich auch um die Koordination gekümmert. Die theologische Sicht und das spirituelle Erlebnis im Kirchenraum waren ihr sehr wichtig. Von ihrem Wohnort am Marktplatz aus hatte sie die Alte Kirche „immer im Blick“.

„Die Alte Kirche St. Michael lag ihr sehr am Herzen“, sagt Pfarrer Martin Schmitthenner, der Inge Nestle Ende Januar an ihrem 85. Geburtstag besuchte. Die Beerdigung findet wegen der aktuellen Maßnahmen im engsten Familienkreis statt, eine Trauerfeier wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

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