Hasel sei zwar nach wie vor ein Dorf, aber es sei auch in seinem Heimatdorf so, dass nachbarschaftliche Kontakte im normalen Alltag immer weniger werden. Das sagte Michael Gebhardt als einer der Initiatoren des wiederbelebten sogenannten Klingental-Nachbarschaftsfestes. Gebhardt hatte mit Carina, Markus und Christel Deiss sowie Ute Wark und Silke Ruckdäschel gute Erinnerungen an das letzte zurückliegende Nachbarschaftsfest – und gemeinsam organisierte man dann eine Neuauflage.

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„Das erste Nachbarschaftsfest hier im Klingental fand 1974 statt, also vor 45 Jahren, das letzte vor 20 Jahren, 1999“, erzählte Gebhardt zu den Recherchen im Vorfeld des Festes. Für dieses Fest wurde auf einer Wiese am oberen Ende des Klingentals, also dem Wohnbereich rechterhand des Haselbachs am Hang, ein großes Festzelt aufgebaut. Darin fanden die 120 angemeldeten aktuellen und ehemaligen Nachbarn Platz. Zuerst gab es am Nachmittag ein Kaffeekränzchen mit von den Teilnehmern gesponserten süßen Teilen. Am Abend folgte dann ein von einer örtlichen Gaststätte geliefertes Abendessen. Die Initiatoren servierten die passenden Getränke, freuten sich über gute Gespräche, viele unter dem Motto „Weisch no?“, viele aber auch zu aktuellen Themen aus dem Dorf und aus der Region.

Neuauflage kommt gut an

Es gab auch eine kleine Videopräsentation und Gedichtvorträge des schon länger verstorbenen Nachbarn und Hobby-Mundartdichters Fritz Geiger. Bis in die schöne Spätsommernacht hinein ließen es sich die 120 aktuellen und ehemaligen Klingentaler gut gehen. Und beim Abschied freuten sich die Veranstalter über herzliche Dankesworte dafür, eine einstige Tradition in Hasel wieder belebt zu haben.

Die Anregung, man möge in Zukunft wieder solche Nachbarschaftsfeste veranstalten, nahmen Gebhardt und seine Mitstreiter gerne auf. „Es wird sicher nicht weitere 20 Jahre dauern, bis wir wieder ein solches Fest veranstalten“, versicherte Michael Gebhardt.